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Diktatur und Verfolgung – Wesermünde im „Dritten Reich“

ExtraTour am 26. Januar 2020 im Historischen Museum Bremerhaven

Am 27. Januar 2020 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz zum 75. Mal. Diesen Gedenktag nimmt das Historische Museum Bremerhaven zum Anlass für eine ExtraTour am 26. Januar 2020 um 15.00 Uhr. Im Mittelpunkt steht das Thema „Diktatur und Verfolgung – Wesermünde im „Dritten Reich““.

Bei ihrem Rundgang erläutert Brita Scheuermann den Aufstieg des Nationalsozialismus und geht auf die besondere Situation in den Unterweserorten ein. Nachdem Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, wurde die Demokratie zur Diktatur. Dieser Wandel und die Auswirkungen auf den Alltag der Menschen in Wesermünde werden anhand von Exponaten und Dokumenten eindrucksvoll erläutert.

Dazu zählen Radiogeräte zur Beeinflussung der Bevölkerung mit Propaganda, Uniformen von NS-Organisationen und Spielzeug, mit denen bereits Kinder im Sinne der Nationalsozialisten erzogen werden sollten. Ein Modell der Synagoge in Wesermünde sowie Dokumente aus Konzentrationslagern vermitteln das Leid der jüdischen Bevölkerung, die besonders unter der Verfolgung leiden musste.

Die Zeit des Zweiten Weltkriegs wird durch eine Verdunkelungsszene und einen begehbaren Luftschutzkeller nachvollziehbar. Große Teile von Wesermünde wurden durch Bombenangriffe, insbesondere am 18. September 1944, zerstört. Der Rundgang endet mit der unmittelbaren Nachkriegszeit, in der die Auswirkungen des nationalsozialistischen Regimes deutlich zu spüren waren.

Die Teilnahme an der ExtraTour kostet 3 Euro pro Person. Treffpunkt ist das Foyer.