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Deutsches Sprachdiplom für Flüchtlings- und Zuwandererkinder

Stadtrat Frost überreicht Zertifkate für bestandene Prüfungen

70 zugewanderte und geflüchtete Schülerinnen und Schüler haben die Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom erfolgreich absolviert. Ihre Zertifikate wurden ihnen am Donnerstag, den 16. August, im Rahmen einer Feierstunde von Schul- und Kulturdezernent Michael Frost offiziell überreicht.

Die Sprachförderung für zugewanderte und geflüchtete Kinder und Jugendliche wird in Bremerhaven mit großem personellem und organisatorischem Aufwand betrieben. In weiterhin mehr als 60 Lerngruppen aller Schulstufen lernen Schülerinnen und Schüler in stufenspezifischen Sprachkursen und Vorbereitungsklassen die deutsche Sprache, um schrittweise in den Regelunterricht integriert werden zu können.

Als Nachweis des erfolgreichen Spracherwerbs in der Sekundarstufe dient das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz, das in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen abgelegt werden kann. Diese Prüfungen wurden im Frühjahr 2017 nach umfangreicher Vorbereitung erstmals durchgeführt. 21 Lehrkräfte wurden geschult, um die Prüfungen abnehmen zu dürfen, die aus einem schriftlichen Teil (Lesen, Hören, Schreiben) und einer mündlichen Prüfung (Vortrag und Gespräch) bestehen.

Schuldezernent Michael Frost konnte 50 Schülerinnen und Schülern des ersten Prüfungsdurchgangs ihre erfolgreich erworbenen Sprachzertifikate der Niveaustufen A2 und B1 überreichen. Weitere 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten Urkunden für bereits bestandende Teilleistungen der Prüfungen. Zu der Feierstunde in der Aula der VHS waren auch Lehrkräfte sowie die Eltern und Angehörigen der Schülerinnen und Schüler, die unter anderem aus Syrien, Bulgarien, Afghanistan, Polen und Mazedonien stammen, eingeladen.

Frost: „Mit der Einführung der Prüfungen zum DSD setzen wir ein qualitatives Verfahren zur Beurteilung der Sprachentwicklung um, das für die Lernstandserhebung ebenso wichtig ist wie für die Motivation der Schülerinnen und Schüler. Der hohe Anteil der bereits im ersten Anlauf bestandenen Prüfungen bestätigt zudem den Erfolg der qualifizierten Sprachförderung an den Schulen.“