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Der langjährige Stadtrat und ehemalige Stadtverordnetenvorsteher Günter Lemke verstorben

Der langjährige Stadtrat und ehemalige Stadtverordnetenvorsteher Günter Lemke ist am Mittwoch, 22. April, im Alter von 84 Jahren verstorben. "Mit dem Tod von Günter Lemke verliert die Stadt Bremerhaven einen Menschen, der die Politik unserer Stadt über Jahrzehnte ausgesprochen positiv geprägt hat", erklären Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken und Oberbürgermeister Melf Grantz: "Günter Lemke hat dazu beigetragen, Bremerhaven sozialer und gerechter zu machen. Er hat sich um Bremerhaven verdient gemacht."

Günter Lemke wurde am 16. Januar 1931 in Rederitz, Kreis Deutsch Krone in Pommern geboren. Am Ende des 2. Weltkriegs kam er nach Bremerhaven, wo er eine Schlosserlehre machte und anschließend bei der Deutschen Bundesbahn arbeitete. 1960 wurde er hauptamtlicher Geschäftsführer in der Ortsverwaltung der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (GdED) in Bremerhaven, 1966 wurde er hauptamtlicher Kreisvorsitzender des DGB-Kreises Bremerhaven-Wesermünde. 1967 wurde er für die SPD als Stadtverordneter gewählt, 1975 wurde er Stadtverordnetenvorsteher. Am 17. Februar 1977 wurde Günter Lemke von der Stadtverordnetenversammlung zum hauptamtlichen Stadtrat gewählt. Dieses Amt hatte er, nach seiner Wiederwahl 1988, bis zum 30. Juni 1997 inne.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit als Dezernent für Soziales und Arbeit war die Seniorenarbeit, die er mit der Gründung von Begegnungsstätten und Treffpunkten tatkräftig förderte.

Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Dezernent für Soziales und Arbeit engagierte sich Günter Lemke vielfältig. 1977 war er einer der Gründer des Vereins „Alter ohne Angst“, das heutige Betreuungs- und Erholungswerk e.V. (BEW), dessen Vorsitzender er bis zu seinem Tod war. Außerdem war er seit 1979 Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bremerhaven (DPG), in der er sich um gute Beziehungen zu unseren östlichen Nachbarn bemühte. Die Städtepartnerschaft zwischen Bremerhaven und Stettin geht auf seine Initiative zurück. Nicht zuletzt für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

„Günter Lemke war jemand, der auf die Menschen zugehen und zuhören konnte. Zu helfen, wo er konnte, war ihm immer wichtig, so kannten ihn die Bremerhavener, und so wird er auch in Erinnerung bleiben“, betonen Beneken und Grantz im Namen von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat.

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