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Bremerhaven war für die Impfung der Ü80-jährigen aus dem Landkreis bereit

Das Hilfsangebot der Stadt Bremerhaven, ältere, schlecht mobile Menschen aus den umliegenden Gemeinden des Landkreises Cuxhaven auch im Impfzentrum Bremerhaven gegen Covid-19 impfen zu lassen wurde seitens des Landkreises nicht angenommen.

Bereits letzte Woche erging das Angebot an den Landkreis Cuxhaven zur Durchführung der Impfung von Ü80-jährigen mit Wohnortnähe zur Stadt Bremerhaven. „Unser Impfzentrum ist konzipiert für die Impfung von über 2.000 Personen in der Woche, auf Grund des aktuellen Impfstoffengpasses sind freien Kapazitäten vorhanden“, erläuterte Oberbürgermeister Melf Grantz damals die temporäre Mitnutzungsmöglichkeit des Impfzentrums Bremerhaven.

Die Rahmenbedingungen wurden zügig am 22. Januar 2021 an den Landkreis Cuxhaven übermittelt, besonders wurde auf die Notwendigkeit des Impfstoffdosenausgleichs und die Finanzierung der Mitnutzung des Impfzentrums hingewiesen. Berechnungsgrundlage für die finanziellen Regelungen war die für den sechsmonatigen Betrieb aufgestellte Kostenkalkulation des Impfzentrums in Höhe von 6,5 Millionen Euro. Geplant ist das Impfzentrum dabei für die Impfung von 50.000 Bremerhavenerinnen und Bremerhavener, weitere Impfungen erhofft man sich über zukünftig einfach verwendbare Impfstoffe durch die Hausärzte. „Hieraus ergeben sich durch einfache Division 130 Euro pro zu impfende Person (für die notwendigen zwei Impfungen), ohne die zusätzlichen Verwaltungskosten, die in der Stadt anfallen“, erläuterte Grantz die Kosten.

Angedacht war auch die Mitnutzung der Bremer Terminplanungssoftware und der Dokumentationssoftware, die seit dem 27. Dezember 2020 reibungslos funktioniert. Leider erhielt die Stadt Bremerhaven heute eine Absage des Landkreises Cuxhaven, die der Oberbürgermeister sehr bedauert. „Wir sind uns unserer Funktion als Oberzentrum sehr wohl bewusst und hätten uns gefreut, wenn wir im Sinne der Umlandbewohnerinnen und Umlandbewohner zu einer Einigung gekommen wären. So müssen wir allerdings feststellen, dass es keinerlei Verhandlungen über unser Angebot gegeben hat. Klar war von vornherein, dass die Impfung der Ü80-jährigen aus dem Landkreis für die Stadtgemeinde kein finanzielles Zuschussgeschäft werden darf,“ erläutert Oberbürgermeister Melf Grantz die Haltung der Stadt Bremerhaven.

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