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Bremerhaven geht mit Aktionsprogramm, Wohnungsgesellschaften und privaten Investoren gegen verwahrloste Immobilien vor

Um verwahrloste Immobilien aus dem Stadtbild zu entfernen, ist Bremerhaven seit Jahren aktiv und zählt bundesweit zu den Vorreitern in dieser Thematik. Mit verschiedenen Aktivitäten auf diesem Gebiet geht die Seestadt nun gemeinsam mit Wohnungsgesellschaften und privaten Investoren einen wichtigen Schritt weiter. Im Rahmen eines Pressegesprächs hat Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) zusammen mit den Beteiligten am heutigen Donnerstag, 12. Mai, die Einzelheiten der zukünftigen Planungen vorgestellt.

Das Goethequartier und die Goethestraße im Stadtteil Lehe sollen in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt der Stadtumbau- und Sanierungsaktivitäten werden. Möglich wird das durch ein Zusammenwirken von privaten Investitionen, städtischen Aktivitäten und entsprechenden Verabredungen mit den Wohnungsgesellschaften. Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD): „Mit dem Berliner Altbausanierer und Investor Rolf Thörner haben wir einen versierten Altbaukenner gefunden, der sich auf die Wiederherstellung von historischer Altsubstanz spezialisiert hat. Als Oberbürgermeister der Seestadt Bremerhaven bin ich froh und dankbar, dass wir im Vorgehen gegen verwahrloste Immobilien von privater Seite eine so starke Unterstützung bekommen.“

Der Investor hat gleich mehrere verwahrloste Immobilien im Goethequartier gekauft und will die Häuser sanieren. Dabei geht es um die Gebäude in der Uhlandstraße 16 und in der Goethestraße 50. Auch die verwahrloste Immobilie an der Ecke Lutherstraße 24 wurde von Herrn Thörner erworben und soll wieder hergestellt werden. Ein weiteres Gebäude istim Besitz der Stadt und wird ebenfalls von ihm saniert. Dabei geht es um das Haus in der Rickmersstraße 51. OB Grantz: „Dieses Haus war durch den legendären Musik-Club „Chico´s Place“ der Dreh- und Angelpunkt der internationalen Jazz-Szene in der Seestadt Ich bin sehr froh darüber, dass es gelungen ist, dieses symbolhafte Gebäude vor einem möglichen Abriss zu bewahren.“

Der Leiter des Stadtplanungsamtes, Norbert Friedrich, ergänzt: „ Ich bin positiv überrascht, dass die eigentlich schon abgeschriebenen Gebäude in der Lutherstraße 24 und Rickmersstraße 51 trotz der erheblichen Schäden erhalten werden können – voraussichtlich auch mit Mitteln aus dem Städtebau-Förderungsprogramm Stadtumbau West.“

Weitere Maßnahmen im Rahmen des Aktionsplanes gegen verwahrloste Immobilien sind durch die Städtische Wohnungsgesellschaft Stäwog geplant. Erhalten und aufgewertet werden sollen das Haus in der Goethestraße 45 und das Grundstück Heinrichstraße 34

„Ich freu mich darüber, dass das Rückgrat des Goethequartiers - die Goethestraße - durch die vielen Bau- und Sanierungsmaßnahmen wieder revitalisiert und gestärkt wird“, so OB Grantz. „Insgesamt ist dieses Aktionsprogramm gegen verwahrloste Immobilien für den Stadtteil Lehe und für das Goethequartier eine ganz beachtliche Entwicklung und eine reelle Chance, hier in den nächsten Jahren zu einer sichtbaren Aufwertung zu kommen.“

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