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BIWAQ-Projekt „Die Mischung macht’s“ (2019-2022) in der „Chance Wulsdorf“ eröffnet

Das ESF-Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier - BIWAQ“ hat zum Ziel, in Gebieten des Städtebauförderungsprogrammes „Soziale Stadt“ individuelle Beschäftigungschancen zu verbessern, die lokale Ökonomie zu stärken und zusätzliche Mehrwerte für das Quartier zu bewirken.

Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. An der aktuellen, vierten Förderphase, die von 2019 bis Ende 2022 andauert, nehmen bundesweit 37 Kommunen teil.

Das Projekt „Die Mischung macht’s – Leben und arbeiten in Wulsdorf-Dreibergen“ setzt die Inhalte von BIWAQ im Süden von Bremerhaven um. Es wurde bundesweit neben 36 anderen Kommunen aus rund 100 Bewerbungen ausgewählt, am BIWAQ-Programm teilzunehmen. Federführend und für die Umsetzung des Gesamtprojektes verantwortlich ist hierbei das Amt für kommunale Arbeitsmarktpolitik beim Magistrat der Stadt Bremerhaven. Unterstützt wird der Magistrat von den Teilprojektträgern und seinen Kooperationspartnern:

  • Arbeitsförderungs-Zentrum im Lande Bremen GmbH (afz)
  • Förderwerk Bremerhaven GmbH
  • Jobcenter Bremerhaven

Der Fokus des Projektes liegt auf dem Soziale-Stadt-Gebiet Wulsdorf-Dreibergen. Darüber hinaus können Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Ortsteil Grünhöfe am Projekt teilnehmen.

Am Donnerstag, dem 7. März 2019, wurde in den Veranstaltungsräumen der „Chance Wulsdorf“ (Lindenallee 2, 27572 Bremerhaven) das Bremerhavener BIWAQ-Projekt „Die Mischung macht’s – Leben und arbeiten in Wulsdorf Dreibergen“ feierlich eröffnet. Die zuständige Dezernentin Dr. Claudia Schilling und die Leiterin des Amtes für kommunale Arbeitsmarktpolitik, Martina Tietjen, begrüßten rund 25 Besucherinnen und Besucher. Mit einer kleinen Ausstellung blickten die Projektpartnerinnen und –partner auf das Vorgänger-Projekt zurück, das von 2015 bis 2018 stattfand, und gaben sogleich den Startschuss für das neue BIWAQ-Projekt. Die Besucherinnen und Besucher informierten sich über das neue Projekt und hatten Gelegenheit, sich mit den Beteiligten auszutauschen.

Das Vorgänger-Projekt verlief bereits sehr erfolgreich. Von 328 Teilnehmenden konnten 100 Personen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden oder sich selbständig machen. Darüber hinaus wurden 98 Gewerbetreibende beraten. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Wulsdorf-Dreibergen können von vielen Ergebnissen des Projektes profitieren, wie zum Beispiel von den Mietergärten am „Spiralenhaus“ in der Ringstraße oder von den Umgestaltungen des Außenbereiches in der Straße Krummenacker.

Für das neue Projekt haben sich die Projektverantwortlichen viel vorgenommen. Arbeitsuchende und (Langzeit-)Arbeitslose können Beratungs- und Vermittlungsangebote in Anspruch nehmen. Zudem stellt das Projekt wohnortnahe, niedrigschwellige Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote in den Bereichen Mosaikgestaltung, Garten- und Holzbau zur Verfügung. Gewerbetreibende können sich ebenfalls individuell beraten lassen oder an themenspezifischen Informationsveranstaltungen teilnehmen. Die Projektmaßnahmen richten sich vor allem an (Langzeit-)Arbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund und Gewerbetreibende, die aus dem Soziale-Stadt-Gebiet Wulsdorf-Dreibergen und aus dem benachbarten Ortsteil Grünhöfe kommen.

„Das Tolle an dem BIWAQ-Projekt ist, dass Teilnehmende die Angebote wohnortnah in Anspruch nehmen können“, sagt Projektleiter Norbert Petzold. „Dass auch die Bewohnerinnen und Bewohner in Wulsdorf-Dreibergen von vielen Projektaktivitäten profitieren, indem beispielsweise ihr Wohnumfeld verbessert wird, gibt einer Teilnahme am Projekt eine zusätzliche Bedeutung. Wenn Teilnehmende merken, dass sie mit ihrer Arbeit Gutes tun, ist das für sie sehr zufriedenstellend und motiviert für den Weg in den ersten Arbeitsmarkt.“

Ein Schwerpunkt des neuen Projektes liegt auf dem Thema „Digitalisierung“. Neben der Förderung von digitalen Kompetenzen soll eine digitale Nachbarschaftsplattform aufgebaut werden. Mit deren Hilfe soll einem geänderten Kommunikationsverhalten gerecht und die soziale Teilhabe im Projektgebiet vergrößert werden. Bewohnerinnen und Bewohner erhalten Zugang zu Angeboten im Quartier und können Nachbarschaftshilfen untereinander austauschen. Das Projekt strebt außerdem weitere Aufwertungen öffentlicher Räume im Quartier an. Darüber hinaus werden in der „Chance Wulsdorf“ Veranstaltungen durchgeführt werden, die für alle Bewohnerinnen und Bewohner von Interesse sind.

Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter  0471 5902947 (Projektleiter Norbert Petzold) oder auf der Projektseite biwaq.bremerhaven.de.

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