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Bekannter, beliebter, bedeutender: Bremerhaven punktet bei Imageanalyse 2013

Das Bild Bremerhavens hat sich in der Innen- und Außenwahrnehmung deutlich verbessert. Zu diesem Schluss kommt die Imageanalyse 2013, die zum zweiten Mal seit 2007 im Auftrag der Wirtschaftsförderung Bremen GmbH (WFB) von der Universität Bremen durchgeführt wurde. Heute wurden die Ergebnisse der umfassenden Analyse von Oberbürgermeister Melf Grantz, dem Geschäftsführer der WFB, Dr. Klaus Sondergeld, Prof. Dr. Christoph Burmann (Lehrstuhl innovatives Markenmanagement/Universität Bremen) sowie dem Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH, Raymond Kiesbye, im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt.

Insgesamt wurden 2863 Bürgerinnen und Bürger im In- und Ausland für die Studie interviewt. Neben den Einschätzungen der Bremerhavenerinnen und Bremerhavener selbst, wurde im gesamten Bundesgebiet sowie in Dänemark, Schweden, England, den Niederlanden und Frankreich nach dem Bild Bremerhavens gefragt und auch die Eigenwahrnehmung mit anderen europäischen Städten verglichen. Das positive Fazit von Oberbürgermeister Melf Grantz: „Mit Ausnahme von Glasgow sind Bremerhaven und Bremen die einzigen Städte mit einer deutlich höheren Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger im Vergleich zur Studie in 2007. Das ist eine ganz hervorragende Entwicklung und zeigt, dass wir den Menschen in Bremerhaven eine angemessene Lebensqualität bieten. Gleichzeitig können wir dieses positive Image nutzen, um neue Bürgerinnen und Bürger für die Seestadt zu gewinnen.“

Auch die Wahrnehmung im Umland und Deutschland wurde von den Forschern unter die Lupe genommen. Dabei hat die Seestadt in allen Bereichen überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Bewertet wurden sowohl das touristische Angebot, die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten, die Hochschule sowie die Atmosphäre insgesamt auf Basis einer Schulnoten-Skala von eins bis sechs.

Während die Einkaufsmöglichkeiten aus Sicht des Umlandes im Jahr 2007 noch mit 2,7 bewertet wurden, liegt dieser Wert im Jahr 2013 bei 1,9. Auch das Freizeitangebot (2007: 3,3) und das Kulturangebot (2007: 3,0) haben mit aktuellen Werten von 2,5 (Freizeit) und 2,3 (Kultur) positive Sprünge gemacht. Die Sehenswürdigkeiten (2007: 2,9) werden mit einer Note von 2,5 ebenfalls besser beurteilt. Insgesamt bescheinigen die Befragten des Umlandes mit einem Wert von 2,9 (2007: 3,3) Bremerhaven eine größere Attraktivität als in der zurückliegenden Studie.

„Diese Entwicklung freut mich sehr, da die Attraktivität eines Standortes für Wirtschaftsunternehmen ganz maßgeblich auch von der Außenwahrnehmung und der Wohnortqualität abhängt“, sagte dazu Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner. Deshalb sei es umso erfreulicher, dass die positive Entwicklung der Seestadt laut der Analyse auch von externen Unternehmen aus dem Umland und Deutschland wahrgenommen werde, die dem Bremerhavener Wirtschaftsimage mit der Note 2,8 ein insgesamt besseres Wirtschaftsimage bescheinigten.

Aus Sicht von Oberbürgermeister Melf Grantz ist in dem Bereich besonders auch die Wahrnehmung der lokalen Unternehmen ausschlaggebend. „Als Wirtschaftsdezernent liegt mir die Zufriedenheit der Bremerhavener Firmen besonders am Herzen. Es ist deshalb ein gutes Signal, dass die lokalen Unternehmer im Vergleich zu 2007 (2,7) dem Standort Bremerhaven in der aktuellen Analyse die Note 2,4 gegeben haben.“ Auch sei es sehr positiv zu werten, dass 22 Prozent der bundesweit Befragten, den wirtschaftlichen Aufschwung als wichtige Veränderung in Bremerhaven innerhalb der vergangenen fünf Jahre wahrgenommen hätten.

In dem Zusammenhang werden auch die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten in der Seestadt sowohl im Umland als auch aus bundesweiter Sicht positiv beurteilt. Während dieser Wert im Jahr 2007 noch bei 3,8 (Umland) beziehungsweise 3,4 (Deutschland) lag, geben die Befragten in Bezug auf die beruflichen Chancen nun die Noten 2,6 und 2,5. Auch die Bewertung der Hochschule kommt mit einer aktuellen Note von 2,4 im Umland sowie deutschlandweit auf ein deutlich besseres Ergebnis, als noch in 2007 (Umland: 3,2/Deutschland: 3,1).

Insgesamt kommen die Befragten zum dem Schluss, dass Bremerhaven eine Stadt mit Atmosphäre ist. Im Umland und Deutschland hat sich dieser Wert von 3,3 (2007) beziehungsweise 2,9 auf 2,3 (Umland) und 2,1 (Deutschland) verbessert. Mit ein Grund dafür sind das maritime Flair, der Hafen sowie Attraktionen wie das Klimahaus, das mit Bremerhaven inzwischen von rund 15 Prozent der Menschen aus dem Umland in Verbindung gebracht wird (2007: 0,8 Prozent) und damit nach dem Hafen die wichtigste Assoziation mit der Seestadt ist.

Dazu Prof. Dr. Burmann: „Bremerhaven konnte seine positive Wahrnehmung sowohl intern als auch extern innerhalb von nur fünf Jahren signifikant verbessern. Das ist außergewöhnlich. Die Stadt wird im Vergleich zur vorherigen Analyse wesentlich weniger mit sozialen Problemen assoziiert. Der Freizeitwert, die touristischen Großprojekte und die beruflichen Möglichkeiten sind stattdessen in den Vordergrund gerückt. Gleichzeitig sollten aber die Angebote und Attraktionen der Seestadt noch mehr beworben werden.“ Rund 18 Prozent der Menschen im Umland und rund 66 Prozent der Befragten bundesweit hätten sich dafür ausgesprochen, dass diese Inhalte mehr kommuniziert werden müssten.

„Die erfreulichen Ergebnisse der Imageanalyse 2013 für Bremerhaven zeigen, dass politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich die richtigen Entscheidungen getroffen worden sind“, betonte OB Grantz. „Die Seestadt hat innerhalb von nur wenigen Jahren einen beeindruckenden Imagewandel zum Positiven vollzogen, der auch von Fachleuten als außergewöhnlich beschrieben wird. Wir können stolz auf das Erreichte sein und mit diesem guten Gefühl gemeinsam weiter an der Zukunft unserer Stadt arbeiten.“

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