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Behandlungsstrategien für COVID-19 Patienten

Videokonferenz mit brasilianischen Ärzten

Im Rahmen bestehender Projektpartnerschaften zu Katastrophenschützern und Feuerwehren in Brasilien initiierte die Feuerwehr Bremerhaven einen ärztlichen Erfahrungsaustausch zwischen Universitätskliniken in Brasilien und dem Klinikum Bremerhaven Reinkenheide.

Im Fokus stand der Austausch zu Behandlungsstrategien von schwer erkrankten COVID-19 Patienten. Kriterien für die Aufnahme und Entlassung von Patienten, die Verwendung von Schutzkleidung und der Einsatz und die Überwachung des Personals waren weitere Themen der Videokonferenz. Aus den Bundesstaaten São Paulo und Parana nahmen Ärzte aus acht Universitätskliniken und Vertreter der Gesundheitsbehörden teil.

PD Dr. med Oliver C. Radke, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, übernahm den medizinischen Part auf deutscher Seite. Schwerpunkt des fachlichen Austauschs waren die Protokolle und Strategien zur Behandlung beatmungspflichtiger Patienten. Die brasilianischen Ärzte berichteten auch zur aktuellen Entwicklung in Brasilien, dort wird weiter mit zunehmenden Zahlen an Patienten gerechnet. Die Klinikkapazitäten wurden auch dort deutlich ausgeweitet.

Dr. Radke bewertete den Austausch als absolut sinnvoll und zielführend. „Wir stehen alle vor ähnlichen Problemen und lernen aus den Erfahrungen untereinander“, berichtete der erfahrene Mediziner, der seinen Kollegen aus Brasilien auch in Detailfragen Rede und Antwort stand.

Dies ist bereits das vierte gemeinsame Projekt zwischen der Feuerwehr Bremerhaven und den Kommunen aus dem Bundesstaaten São Paulo und Parana zum Thema "Katastrophen- und Zivilschutz". Bereits in den Jahren 2017 bis 2019 führte die Feuerwehr Bremerhaven sehr erfolgreiche und nachhaltige Projekte mit den brasilianischen Bundesstaaten zu Themenkomplexen im Katastrophenschutz, u.a. zum Ausfall kritischer Infrastrukturen durch.

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