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Bark „Cuauhtémoc“ kommt zur „Sail Bremerhaven 2020“

Viva la mexikanische Schiffsschönheit

Zur Sail Bremerhaven 2015 konnte sie nicht kommen, aber nun steht die mexikanische Bark „Cuauhtémoc“ fest auf der Schiffsliste zur nächsten Sail. Das Flaggschiff der mexikanischen Marine mit Heimathafen Acapulco ist nicht nur das Ausbildungsschiff für den Offiziersnachwuchs, sondern auch Botschafter für Politik, Wirtschaft und Kultur der nordamerikanischen Republik. Mit ihr kommen auch die besondere Lebensfreude Mexikos an die Nordseeküste. Selbstverständlich ist der Dreimaster, der zu den schönsten Schiffen weltweit gezählt wird, während der Sailtage vom 19. bis 23. August auch zu besichtigen.

Mit 90,50 Metern Länge, 12 Meter Breite und 2368 qm Segelfläche ist die 1982 in Dienst gestellte weiße Bark das größte und jüngste Segelschulschiff einer Serie von vier Seglern, die zwischen 1967 und 1982 auf der spanischen Celaya-Werft in Bilbao für die Marinen von Kolumbien, Ecuador, Venezuela und Mexiko entstanden. Sie alle folgen wesentlich den Konstruktionsmerkmalen der ersten deutschen Bark „Gorch Fock“ und gelten als robuste und schnelle Segler.

Die mexikanische Bark wurde nach dem letzten Azteken-Herrscher benannt, der als kompromissloser Widerstandskämpfer gegen die spanischen Konquistadoren galt. In der mexikanischen Tradition wird „Cuauhtémoc“ bis heute als großer nationaler Held verehrt.

Äußerlich der „Gorch Fock“ ähnelnd, präsentiert sich die „Cuauhtémoc“ in den Messen, Salons und Kabinen am Oberdeck mit edlen Hölzern als Vertäfelungen und viel glänzendem Messing.

Die „Cuauhtémoc“ war bereits 2008 zur „Lütten Sail“ und 2016 für einen fünftägigen Kurzbesuch in Bremerhaven. Die Einfahrt des lateinamerikanischen Großseglers ist beeindruckend, zumal wenn die Kadetten in den Rahen stehen. Insgesamt ist die Besatzung für ihre ausgelassene Stimmung bekannt.

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