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Ausstellung „analog sehen“ im Haus Goethe45

Anlässlich der „Langen Nacht der Kultur“ eröffnet am Samstag, dem 15. Juni 2019 um 16.00 Uhr die Ausstellung „analog sehen“ im Haus Goethe45.

Die Ausstellung „analog sehen“ ist in gewisser Art und Weise als Sehschule zu beschreiben. Die Fotografen Bartosch Krempula und Cristobal Bullwinkel wollen das Auge des Betrachters schulen um damit zu einer sensibilisierten Wahrnehmung und Achtsamkeit beim Betrachten der Welt beitragen. Cristobal Bullwinkel zählt zu den Bewohnern des Hauses Goethe45 und ist Fotograf und Gitarrist in der Bremerhavener Formation "Love Buzz" (Nirvana Tribute Band). Bartosch Krempula hatte viele Jahre als Hip Hop DJ mit der "Nordener 1 A" Crew seinen musikalischen Schwerpunkt in Bremerhaven Lehe und dem Umland. Inzwischen in Bremen wohnend, zieht es den Fotografen und Kameramann immer wieder in seine Heimatstadt Bremerhaven zurück.

In der Ausstellung werden 6 Fotomotive mit dem inhaltlichen Schwerpunkt „Goethequartier“ in den digitalen Formaten Kleinbild, Mittelformat und Handyformat aufgenommen und gegenübergestellt. Es soll eine Diskussion über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Fotografie-Techniken stattfinden. Beim Kleinbild- und Mittelformat erfolgt eine zusätzliche analoge Aufzeichnung auf Film. In der Ausstellung werden dann den Besuchern von jedem Motiv fünf ausgedruckte Versionen präsentiert. Die Besucher sollen zunächst schätzen, welche Version dem jeweiligen Kameraformat zuzuordnen ist. Die Auflösung erfolgt anhand einer Lösungskarte sofort am Motiv. Im Laufe der Ausstellung soll das geschulte Sehen und Wahrnehmen somit auf die anderen Motive angewendet werden. Der Schwierigkeitsgrad wird von Raum zu Raum erhöht. Es soll Freude machen Feinheiten und ästhetische Unterschiede herauszufiltern.

In jedem Ausstellungsraum werden zudem Lerntafeln aufgehängt. Auf diesen Tafeln sollen dem Besucher unter anderem die Historie der Fotografie sowie einfachste technische Details der analogen und digitalen Fototechnik verständlich erklärt werden. Ebenfalls wird ein Leuchtpult mit Negativen bereitgestellt, welches die Besucher ermutigen soll mit Fotohandschuhen und Lupe auf analoge Erkundungstour digital durch das Goethequartier zu gehen. Alle Motive kommen aus dem Goethequartier. Somit wird durch "verschiedene Augen" dem Besucher eine eigentlich bekannte Nachbarschaft im neuen Licht gezeigt, um für die Details zu sensibilisieren, die den Ortsteil Goethequartier so einzigartig machen. Das Gesamtereignis wird von Anne Schmeckies kuratiert und beabsichtigt den Perspektivenwechsel bei der Wahrnehmung des Goethequartiers weiter zu verstärken. Die Ausstellung selber wird komplett von der WESPA Stiftung gefördert. Die Geschäftsführerin der Kulturstiftung Weser-Elbe Sparkasse Carmina Schemkes wird mit der Leiterin der Geschäftsstelle Lehe Beate Petrovic an der Eröffnung teilnehmen und betont: "Die Ausstellung ist ein tolles regionales Stadtteilprojekt, das die kulturelle Vielfältigkeit und Lebendigkeit fördert. Das liegt der Kulturstiftung seit 30 Jahren am Herzen. Darum unterstützen wir das Projekt gerne."

Unterstützt durch die Förderung des Kulturamtes der Stadt Bremerhaven werden von 15.00 bis 18.00 Uhr vor dem Haus Goethe45 zwei junge Bremerhavener Musikerinnen einen Street Event zum Hörgenuss machen. Rabea zur Horst wird am Piano und am Saxophon musizieren und die zwölfjährige Romy Klein, Goethe45 Bewohnerin und Jugendmusikpreisträgerin 2018 für klassische Gitarre, spielt Bach und mehr. Bewohner des Hauses Goethe45 tragen mit Kommunikationsdesign zum Verweilen bei. Das Ereignis um die differenzierte Ästhetik des Quartiers soll die Lebensenergie und Kommunikationskultur rund um die Galerie Goethe45 mittels Musik und Kunst mit verschiedenen Sinnen fühlbar und erlebbar machen.

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