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Ausbruch des SARS-CoV-2 Virus in einer Bremerhavener stationären Senioreneinrichtung

In einer Bremerhavener Senioreneinrichtung, dem Elisabeth-Haus, wurden bisher vierzehn Bewohnerinnen und Bewohner sowie sieben Beschäftigte positiv auf das SARS-CoV-2 Virus getestet.

Eine Bewohnerin der Einrichtung wurde am 14. Januar 2021 aus einem Bremerhavener Krankenhaus mit einem negativen Virusnachweis entlassen. Daraufhin erfolgte eine routinemäßige Kontrolle am sechsten Tag nach der Entlassung. Hierbei handelt es sich um

einen etablierten Bremerhavener Standard. Bis zu diesem Zeitpunkt war eine vollständige Isolierung der Bewohnerin in der Pflegeeinrichtung nicht möglich, allerdings erfolgte eine Kontaktminimierung im Rahmen des individuell umsetzbaren.

Das positive Testergebnis der Bewohnerin lag am 20. Januar 2021 vor. Daraufhin erfolgten in enger Abstimmung zwischen der Einrichtung und dem Gesundheitsamt routinemäßige Umgebungsuntersuchungen. Nachdem am 23. Januar 2021 zwei weitere positive Befunde vorlagen, wurden die Umgebungsuntersuchungen ausgeweitet und durch den Krisenstab laut Definition ein Ausbruch definiert. Gemäß der Vereinbarung wurde mit den behandelnden Hausärzten die ärztliche Versorgung nach der „1-Haus-1-Arzt-Strategie“ umgesetzt. Das Corona-Notfall-Reaktionsteam des Gesundheitsamtes und des Krisenstabes waren zusätzlich beratend in der Pflegeeinrichtung vor Ort.

der betroffenen Station wohnen insgesamt 19 Bewohnerinnen und Bewohner. Bisher befindet sich keine infizierte Person in einem Krankenhaus.

„Trotz den nachgewiesenermaßen eingehaltenen Hygienemaßnahmen und des bisher so erfolgreichen Konzeptes zum Schutz der stationären Pflege kam es zu einem Ausbruch mit einer erheblichen Dynamik. Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen und des vorhandenen Hygienekonzeptes konnte der Ausbruch bisher auf eine Station begrenzt werden. „Es ist mit weiteren Fällen zu rechnen. Allerdings besteht die berechtigte Hoffnung den Ausbruch auch weiterhin auf die Station, oder zumindest auf den Gebäudeteil begrenzen zu können“, so der Leiter des Bremerhavener Krisenstabes und des Gesundheitsamtes, Ronny Möckel.

„Das Gesundheitsamt und der Krisenstab waren jederzeit informiert. Die Zusammenarbeit mit der Einrichtung verlief sehr kooperativ und zielorientiert. Letztlich überraschte das Ausmaß der Dynamik bei nur geringfügigen Kontakten und Einhaltung der Schutz- und Hygienevorschriften trotzdem. Daher wurde eine Untersuchung auf mögliche Mutanten des SARS-CoV-2 Virus eingeleitet. Mit den ersten Ergebnissen ist noch in dieser Woche zu rechnen“, so Möckel abschließend. Beide Häuser der Senioreneinrichtung wurden vorsorglich bis zum 8. Februar 2021 für den Besuchsverkehr gesperrt.

Hinweis: Nach jetzigem Kenntnisstand besteht keine Verbindung zum gestern gemeldeten Fall einer positiven Reiserückkehrerin mit Nachweis der B 1.1.7 Variante.

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