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Alte Bürger soll attraktiver werden: Stadtteilbüro als Entwicklungsmotor

Neues Leben für die Alte Bürger: Mit einem Stadtteilbüro will die Stadt die Kneipen- und Szenemeile aufpäppeln. Als "Entwicklungsmotor vor Ort" soll es mit eigenen Projekten frischen Wind in die Straße bringen und Aktivitäten der Anwohner vorantreiben. Die Planung des Magistrats sieht vor, dass das Arbeitsförderungs-Zentrum (AFZ) das Büro zum 1. Januar 2010 für die Dauer von drei Jahren einrichtet.

Die Gesamtkosten von rund 721 000 Euro sollen je zur Hälfte aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie der Stadt (knapp 40 800 Euro) und der ARGE Job-Center (320 000 Euro) kommen. Dass es Handlungsbedarf gibt und die Alte Bürger attraktiver werden muss, steht für den Magistrat außer Frage. Der Strukturwandel, so heißt es in der Beschlussvorlage von Oberbürgermeister Jörg Schulz, habe auch vor dem Szenequartier nicht haltgemacht: „Leerstehende Ladenlokale und verwahrloste, renovierungsbedürftige Wohngebäude prägen das Stadtbild." In Teilbereichen der Straße gehöre hohe Arbeitslosigkeit zum Alltag. Auch Sicherheitsprobleme hätten zum schlechten Image beigetragen.


Die Geschäftsleute und Gastronomen haben allerdings bereits in den vergangenen Jahren die Initiative ergriffen, um die Alte Bürger mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen attraktiver zu machen und ihr Bild in der Öffentlichkeit zu verbessern. Das ehrenamtliche Engagement der Anlieger soll künftig durch professionelle Hilfe des Stadtteilbüros unterstützt werden. Das Ziel: ein neues Image für die Straße zu bilden, in der „Wohnen und Leben in einem pulsierenden Quartier mit sozialem Zusammenhalt, mit Kultur, attraktiver Gastronomie, kleinteiligem Einzelhandel und sanierten Wohnungen in historischen Gebäuden" möglich seien.


Das Büro soll für den notwendigen Imagewandel Aktivitäten planen, Aktionen umsetzen und Anregungen aufnehmen. Das Vorhaben könne jedoch nur gelingen, so die Magistratsvorlage, wenn Gewerbetreibende, Hausbesitzer, Mieter sowie kulturelle und soziale Initiativen von Anfang an in den Prozess einbezogen würden.

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