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Als die Schweden in Bremerhaven eine Festung bauten

ExtraTour im Historischen Museum Bremerhaven am 15. März 2020

Am Sonntag, den 15. März 2020 um 15.00 Uhr begeben sich die Besucher/-innen des Historischen Museums Bremerhaven auf eine spannende Zeitreise in das 17. Jahrhundert. Bei der ExtraTour „Die Schweden in Bremerhaven - Zur Geschichte der Carlsburg“ wird Hedi Sonnenberg, langjährige freie Mitarbeiterin des Museums, erläutern, warum das Gebiet an der Geeste einmal Teil des schwedischen Königreichs war.

Mit dem Bau der „Carlsburg“ begannen die Schweden 1672, nachdem ihnen das Land an der Mündung der Geeste in die Weser nach Ende des 30-jährigen Krieges zugesprochen wurde. Die Schweden verfolgten hier handfeste wirtschaftliche Absichten. Obwohl der Name „Carlsburg“ auf eine Burganlage zu verweisen scheint, handelte es sich bei diesem Bauprojekt um die Gründung einer Festungs- und Handelsstadt, die sogar über Kanäle verfügte, so dass Schiffe direkt in sie hineinsegeln können sollten.

Hedi Sonnenberg erläutert auf ihrer ExtraTour das raumhohe, begehbare Modell der „Carlsburg“, an dem sich die geographische Lage auf dem Gebiet des heutigen Bremerhaven und die räumlichen Dimensionen der Festungsstadt festmachen lassen. Modelle, Dioramen, historische Druckgraphik und zahlreiche Ausgrabungsfunde dokumentieren den Bau der „Carlsburg“ und das Alltagsleben ihrer ersten Bewohner. Welchen Einfluss die „Carlsburg“ auf die Region hatte und warum das Bauprojekt schließlich scheiterte, ist ebenfalls Thema des Rundgangs.

Die Teilnahme an der ExtraTour im Historischen Museum Bremerhaven kostet 3 Euro pro Person, der Eintritt ist frei. Treffpunkt ist das Foyer.