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Aktuelle Entwicklung der Corona-Zahlen in Bremerhaven

Oberbürgermeister Melf Grantz erklärt nach einer Erörterung der aktuellen Lage heute (26. 02.21) mit der Leitung des Krisenstabs, mit Bürgermeister Torsten Neuhoff und Stadtrat Michael Frost, die aktuelle Einschätzung zur Lage nach der Steigerung der 7-Tage-Inzidenz auf nahe 200:

„Wir nehmen die Entwicklung sehr ernst und nehmen sie zuerst zum Anlass, an alle Menschen in Bremerhaven zu appellieren, nicht nachzulassen, die sogenannten AHA-Regeln zu beachten. Jede und jeder Einzelne ist gefordert, sich so achtsam zu verhalten, dass man weder sich selbst noch andere gefährdet.“

So lange es gelinge, die Kontaktpersonennachverfolgung, die Umgebungsuntersuchungen und das Unterbrechen von Infektionswegen zu sichern, sind aus Sicht der Stadtverwaltung noch keine zusätzlichen Maßnahmen notwendig. Sollten diese bei einem weiteren Anstieg der 7-Tage-Inzidenz notwendig werden, müsste darüber in einer Sondersitzung des Magistrats entschieden werden. „Wir werden die Entwicklung im Auge behalten und schnell reagieren, wenn es notwendig ist. Schnellschüsse werden wir in Bremerhaven aber nicht abgeben“, sagt Grantz in Übereinstimmung mit der Leitung des Krisenstabs. Im Schulbereich werde es eine Verlängerung des Distanzunterrichts in den Sekundarstufen I und II geben. Die Regelungen für die Grundschulen (Wechselunterricht in Halbgruppen) bleiben bestehen, wie der zuständige Dezernent, Stadtrat Michael Frost erklärt. Für die Kitas gilt weiterhin die Notbetreuungsregelung.

In der Runde bei OB Grantz wurde auch die Frage der Schnelltests erörtert. „Wir werden uns diesen Tests nicht verschließen und wir werden bereits jetzt entsprechende Sets bestellen. Leider gibt es weder vom Bund noch von der Landesregierung einen Hinweis, wie diese Schnelltests umgesetzt werden können. Unser Krisenstab hat sich bereits intensiv mit dieser Frage beschäftigt und ich gehe davon aus, dass er im Lauf der kommenden Woche dafür eine Strategie vorlegt“, so Grantz. Von der Impf- und Teststrategie wird es auch abhängen, wann wir wieder zu einem „normaleren“ Leben zurückkehren können. Von daher spielt es nach Auffassung des Oberbürgermeisters eine bedeutende Rolle, auch beim Impfen zügig voranzukommen. Die gestern (25. 02. 2021) eingeladenen Mitarbeitenden in den Kitas haben bereits in großer Zahl Termine vereinbart. Grantz erfuhr in diesem Zusammenhang, dass bereits rund 20 Prozent von Mitarbeitenden aus dem Landkreis Cuxhaven geimpft wurden. „Ich erwarte stringent, dass wir dafür von Niedersachsen einen Ausgleich erhalten. Absichtserklärungen der Landesregierungen von Bremen und Niedersachsen reichen mir da nicht, ich will eine Umsetzung in der kommenden Woche, sonst stellen wir die Impfung von Personal, das in Niedersachsen wohnt, zurück“, unterstreicht der Oberbürgermeister seine Position, anderes könne er gegenüber der Bremerhavener Bevölkerung nicht vertreten.

Zum aktuellen Geschehen:
Bremerhaven hat insgesamt 2389 bestätigte Fälle, das sind 42 mehr als am Vortag. Bremerhaven hat damit einen 7-Tage Inzidenzwert von 197,9. Heute wurden 13 Fälle in zwei Pflegeeinrichtungen festgestellt. Zusätzlich wurden vier Fälle einem Cluster bei der Polizei zugeordnet. Zusätzlich wurden sieben Fallkonvertierungen (ehemalige KP 1) festgestellt. Bei acht Fällen community transmission verbleiben für sonstige Ausbrüche und Zuordnungen im Gegensatz zum Vortag weniger Fälle. Zur Entlastung der Bremerhavener Kliniken wurden am heutigen Tag (26. 02. 21) 13 Patientinnen und Patienten in Bremer Kliniken verlegt. Dies ist ein bereits erprobtes Verfahren zum Ausgleich der Belastungen in den Kliniken des Landes Bremen. Zum Ausbruchsgeschehen bei der Polizei teilen wir ergänzend mit: An der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Bremen wurden 14 Infektionen mit dem Corona-Virus nachgewiesen. Betroffen sind junge Polizeibeamt:innen einer Studiengruppe, die zurzeit für den Dienst in Bremerhaven ausgebildet werden. Im familiären Umfeld der Studierenden wurden in der Folge zwei weitere Infektionen festgestellt. Die positiven Testergebnisse haben keine Auswirkungen auf die Wahrnehmung der polizeilichen Aufgaben und die Sicherheit der Bürger:innen in Bremerhaven.

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