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Ab sofort im Einsatz: Zwei neue Fahrzeuge für den Rettungsdienst

Die Namen bleiben, die Wagen sind neu: "Florian 94" und "Florian 97" lauten die Funkrufnamen der beiden neuen Rettungswagen, die der Rettungsdienst Bremerhaven ab sofort als Nachfolgefahrzeuge der gleichnamigen Vorgänger für die Notfallrettung einsetzen kann. Die Kosten von rund 143 000 Euro je Fahrzeug werden komplett über den Wirtschaftsbetrieb Rettungsdienst finanziert.

Der Rettungsdienst der Feuerwehr wurde im vergangenen Jahr in einen Wirtschaftsbetrieb umgewandelt, da es laut Dezernent Jörn Hoffmann aufgrund der Haushaltslage immer schwieriger wurde, den Normen und Vorschriften für den Rettungsdienst gerecht zu werden. Seit der Umwandlung kann der Rettungsdienst Bremerhaven nun über insgesamt vier neue Einsatzfahrzeuge für die Notfallrettung verfügen. Drei weitere Fahrzeuge sollen bis 2011 folgen.

„Erneut haben wir bewiesen, dass die Umwandlung in einen Wirtschaftsbetrieb die richtige Entscheidung war", so Hoffmann. „In weniger als vier Monaten haben wir zwei weitere Rettungswagen in den Dienst gestellt, um auch weiterhin das hohe Sicherheitsniveau für die Bürgerinnen und Bürger Bremerhavens aufrechtzuerhalten."

Die Erfahrungen mit den ersten Rettungswagen dieser Bauart wurden bei der Fertigstellung der neuen Fahrzeuge berücksichtigt. Für Signalwirkung und damit für eine erhöhte Wahrnehmung im Straßenverkehr sorgen die neuen so genannten Springlichter in der Fahrzeugfront. Die sorgen dafür, dass der übrige Verkehr besonders am Tage früher auf den heranfahrenden Rettungswagen aufmerksam wird. Bei kälterer Witterung läuft der Motor weiter, damit der Behandlungsplatz im Innenraum kontinuierlich temperiert ist. Auch die Beleuchtung mit ihren Sondersignalen bleibt in Betrieb, wenn die Besatzung das Fahrzeug verlässt und die Türen verriegelt. Noch nicht geschlossene Türen werden jetzt mit einem zusätzlichen Blinklicht in der Innentür besser erkannt.

Im Jahr 2009 rückte der Rettungsdienst Bremerhaven mehr als 16 000 Mal aus, um Hilfe zu leisten; das entspricht rund 600 Einsätze mehr als im Vorjahr. Dazu stehen für die Einsatzkräfte insgesamt neun Rettungstransport- und ein Notarztwagen auf der Zentralen Feuerwache bereit. Stadtrat Hoffmann: „ Die kontinuierlich steigende Zahl der Einsätze stellt hohe Qualitätsansprüche an die Rettungsfahrzeuge mit ihren medizinischen Geräten und an das Einsatzpersonal."

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