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1,45 Millionen Euro zusätzlich für Schulsanierung - Seestadt Immobilien bringt Räume in den Sommerferien auf Vordermann und schafft Platz

Um Platz für 28 zusätzliche Klassenverbände zu schaffen, investiert die Stadt Bremerhaven in den Um- und Ausbau von Schulraum. Dafür hat der Magistrat kurzfristig rund 1,45 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Gesamtvolumen der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, die von Seestadt Immobilien während der Sommerferien durchgeführt werden, liegt inklusive dieser Summe bei rund 2,2 Millionen Euro.

Neben den generell anfallenden Unterhaltungsarbeiten an den Schulgebäuden ist vor allem die gestiegene Schülerzahl der Grund für die Um- und Ausbauarbeiten. Derzeit wird von rund 1050 Einschulungskindern im 1. Jahrgang der Grundschulen ausgegangen. Im Schuljahr 2015/2016 wurden zu Einschulung 922 Schülerinnen und Schüler aufgenommen. Hintergrund der gestiegenen Zahlen ist vor allem auch der Zuzug Geflüchteter nach Bremerhaven. Das Schulamt geht davon aus, dass im laufenden Jahr insgesamt 450 weitere geflüchtete und zugewanderte Schülerinnen und Schüler aufzunehmen sind.

„Ich freue mich, dass es uns trotz der haushaltslosen Zeit gelungen ist, die notwendigen Mittel für die Schulsanierung und den Ausbau von Schulraum bereitzustellen. Für die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist es von größter Wichtigkeit, so früh und so schnell wie möglich mit der schulischen Ausbildung zu beginnen“, sagte Oberbürgermeister Melf Grantz.

„Bildung ist der Schlüssel für die Teilhabe an der Gesellschaft und für die berufliche Zukunft“, so Schulstadtrat Michael Frost. „Mit den bereit gestellten Mitteln können wir uns dieser Herausforderung stellen und adäquaten Schulraum schaffen. Dabei geht es nicht nur um den Grundschulbereich, sondern auch um den Übergang von der 4. Klasse in die 5. Klasse. Besonders in der Heinrich-Heine-Schule müssen zusätzliche Klassen eingerichtet werden, um den hohen Anwahlzahlen von Kindern für den 5. Jahrgang entsprechen zu können.“

Unter anderem werden Arbeiten in der Lutherschule, der Allmersschule, der Humboldtschule sowie insbesondere der unlängst angekauften St.-Ansgar-Schule durchgeführt. Den größten Anteil an der Umbausumme hat die Heinrich-Heine-Schule mit 350.000 Euro. Um zusätzlichen Schulraum zu schaffen, wird das Lehrerfortbildungsinstitut aus der Goetheschule ausziehen. Gespräche über den neuen Standort des Instituts stehen kurz vor dem Abschluss.

Enthalten in der Gesamt-Sanierungssumme von rund 2,2 Millionen Euro sind neben städtischen Mitteln auch Bundesmittel aus dem KIP-Projekt (Konjunktur-Investitions-Paket) in Höhe von 300.000 Euro für energetische Sanierungsmaßnahmen. Seestadt-Immobilien hat in Zusammenarbeit mit dem Schulbereich innerhalb kürzester Zeit das umfangreiche Programm für die Schulsanierung und den Ausbau auf die Beine gestellt. „Das innerhalb von nur sechs Wochen umzusetzen, wird eine große Herausforderung“, so Frank Jacobsen, kaufmännischer Betriebsleiter von Seestadt Immobilien.

 

 

 

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