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Barrierefreiheit

Das Angebot des Bürgerservice wurde auf Barrierefreiheit hin evaluiert. Diese externen Begutachtungen richteten sich nach den Maßgaben des Bremischen Behindertengleichstellungsgesetzes und erfolgte durch das Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib).

Die Anbieter bemühen sich um eine umfassende Sicherstellung der Barrierefreiheit auf bremerhaven.de.


Die Anbieter haben zusätzlich folgende Online-Evaluationen durchgeführt:

externer Link:  W3C WAI-AAA
externer Link:  W3C-HTML 4.0
externer Link:  W3C-CSS

Logo ifib  

Die Prinzipien der Barrierefreiheit

Mit der barrierefreien Gestaltung von E-Government- Angeboten wird sichergestellt, dass diese auch von Menschen mit Behinderungen genutzt werden können. Darüber hinaus zeigt die Erfahrung, dass die mit der Barrierefreiheit (Accessibility) verbundenen Anforderungen an eine sorgfältige und durchdachte Gestaltung und Strukturierung der Angebote generell deren Übersichtlichkeit und Verständlichkeit zu Gute kommt. So gesehen nutzt Barrierefreiheit letztlich also allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Verwaltungsangelegenheiten über das Internet erledigen wollen. Um die Prinzipien der Barrierefreiheit rascher in Internetangeboten zu verankern, wurde 2002 die Barrierefreie Informationstechnik Verordnung (BITV) in das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) aufgenommen.

Die BIN basiert auf die Web Content Accessibility Guideline 1.0 (WCAG 1.0. Sie wird zur Gestaltung von HTML-basierten Internet-Angeboten (z.B. Umgang mit Tabellen, strikte Trennung von Präsentation und Layout, Umgang mit graphischen und akustischen Elementen) herangezogen.

Neben der BITV bietet die WCAG 2.0 eine Hilfestellung in der Beurteilung zur Umsetzung von Anforderungen zur Barrierefreiheit. Diese Guideline stellt eine starke Überarbeitung der WCAG 1.0 dar und weist mit vier Prinzipien eine deutlich übersichtlichere Struktur als die WCAG 1.0 auf. Insbesondere bemüht sie sich in der Formulierung der Kriterien um Technikunabhängigkeit.

Die vier Prinzipien veranschaulichen deutlich die Diversität der Anforderungen, die Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen haben, und sind aufgrund ihrer Klarheit sehr gut für die tägliche Praxis geeignet:

Wahrnehmbarkeit

Es muss sichergestellt werden, dass alle beabsichtigten Funktionen und Informationen so präsentiert werden, dass sie von jeder Nutzerin und jedem Nutzer erkannt werden können, mit Ausnahme der Aspekte, die nicht in Worten ausgedrückt werden können.

Wesentlich für den Zugang zu Webinhalten ist, dass die Informationen den Nutzerinnen und Nutzern in einer für sie erkennbaren Form präsentiert werden. Die Kontrollpunkte dieser Richtlinie betreffen insbesondere Personen mit Sinnesbeeinträchtigungen; dabei werden die Informationen in einer Form dargestellt, die diese Personen erkennen können.

Bedienbarkeit

Die Interaktionselemente im Inhalt müssen von jeder Nutzerin und jedem Nutzer bedienbar sein. Wichtig ist, dass hierfür möglichst keine speziellen Eingabegeräte benötigen werden.

Diese Richtlinie gilt für Blinde, sehbehinderte Personen, die Schwierigkeiten mit der Augen-Hand-Koordination beim Eingabegerät haben, Personen mit motorischen Behinderungen, die ein direktes Zeigegerät nicht genau handhaben können, und für Personen mit Sprach- und Lernbeeinträchtigungen, die eine Spracheingabe jetzt oder in Zukunft nutzen wollen. Webanwendungen sollten zudem die Nutzung in individueller Geschwindigkeit erlauben, ohne dass es durch Zeitbeschränkungen für die Nutzenden zum automatischen Abbruch von Vorgängen kommt.

Verständlichkeit

Das Verständnis des Inhalts und der Kontrollelemente muss so einfach wie möglich sein. Der Schlüssel zu einer effektiven Nutzung von Web-Inhalten ist die Möglichkeit, sich schnell und einfach innerhalb eines Dokuments und einer Website zu orientieren und bewegen zu können.

Damit die präsentierten Informationen leicht zu verstehen und intuitiv zu nutzen sind, muss berücksichtigt werden, dass Menschen auf unterschiedliche Art lernen und dass sie mit verschiedenen Hintergründen und Erfahrungen die Anwendung bedienen. Die Verwendung von Sprache, Illustrationen und Konzepten, die wahrscheinlich bekannt sind, Hinweise auf die Unterschiede und Ähnlichkeiten der Konzepte und die Bereitstellung von Erklärungen für ungewöhnliche Ausdrücke können das Verständnis erleichtern.

Diese Richtlinie ist für Menschen, die Screenreader nutzen, wertvoll, damit sie rasch einen Überblick gewinnen können. Menschen mit kognitiven und motorischen Beeinträchtigungen sind auf eine große und übersichtliche Darstellung angewiesen. Eine einfach verständliche Aufbereitung des Inhalts, z.B. über kurze Zusammenfassungen oder Erläuterungen von Fachbegriffen, hilft allen, sich komfortabel mit der Anwendung auseinanderzusetzen.

Robustheit der Technik/ Nachhaltigkeit

Es sollten Webtechniken verwendet werden, die es weitestgehend ermöglichen, auf den Inhalt mit aktuellen und zukünftigen Zugangstechnologien und User Agents zuzugreifen. Insbesondere Menschen mit Behinderungen sind zum Teil auf den Einsatz von assistiven Technologien angewiesen, die sie in der Bedienung oder als Ausgabemedium unterstützen. Die Interoperabilität und Kompatibilität zu gängigen Produkten sollte mitberücksichtigt werden.

Von Barrierefreiheit profitierende Gruppen

Nutzerinnen und Nutzer mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten profitieren stark von einer barrierefreien Gestaltung von Internet-Angeboten, bzw. werden durch eine Nicht-Berücksichtigung ihrer Anforderungen von der Nutzung ausgeschlossen. Dies betrifft blinde Menschen, Menschen mit Sehbehinderungen, mit Einschränkungen des Gehörs, in der Motorik sowie mit Lernschwierigkeiten.

Neben dem Nutzen, den Personen mit permanenten Behinderungen von barrierefreien Angeboten haben, profitieren auch Personen, die z.B. altersbedingt körperlich oder sinnesbeeinträchtigt sind oder die temporär eingeschränkt sind, von barrierefreien Angeboten.

Eine barrierefreie Site wird aber auch für Personen, die sehr kleine Ein- oder Ausgabemedien verwenden, wie z.B. PDAs oder Handys, besser nutzbar.

Bei der Nutzung von IuK-Technologien durch Menschen mit Behinderungen kann zum Teil nicht auf den Einsatz von assistiven Technologien verzichtet werden. Dies sind als Ausgabemedien insbesondere Screenreader, Braillezeilen, Tools zur Vergrößerung (Lupenfunktion) und als Alternative zur Standardtastatur spezielle Eingabetools, die in der Benutzung z.T. auf zwei Funktionen reduziert sind.

Eine Vielzahl von Anforderungen an barrierefreie Seitengestaltung überschneidet sich aus der Perspektive unterschiedlicher Behinderungsarten. Jedoch ist die Gesamtheit der Anforderungen nicht immer widerspruchsfrei. Es kann Zielkonflikte geben, für deren Auflösung Kompromisse gefunden werden müssen.

Weitere Informationen zum barrierefreien Webdesign finden Sie z.B. unter
externer Link:  BITV für Alle.

Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/zertifikate-guetesiegel-logos/barrierefreiheit.15618.html
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