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Bremerhaven ist fit für Europa

EU-Flagge
Europäische Entscheidungen haben heute unmittelbare Auswirkungen auf das tägliche Verwaltungshandeln nahezu aller Fachbereiche. Im europaweiten Standortwettbewerb der Regionen ist eine europapolitisch qualifizierte Verwaltung eine wichtige Voraussetzung, sich durchzusetzen. Dies setzt ein hohes Maß an Europakenntnissen beim Verwaltungspersonal voraus:

  • Die von der EU vorgenommene Regelungstiefe und Komplexität nimmt in fast allen Sachgebieten der kommunalen Verwaltung zu, wie z. B. in den Bereichen Umwelt (Feinstaub-Richtlinie), Gesundheit (Offene Methode der Koordinierung), Wirtschaft und Arbeit (Lissabon- und Göteborg-Strategie zur nachhaltigen Steigerung von Wachstum und Beschäftigung). 
  • Die EU-Förderkulisse wurde ab 2007 völlig neu gestaltet (Strukturfonds sowie EU-Aktionsprogramme). 
Erforderlich sind neben dem Know-how der europäischen Institutionen und Rechtsetzungsabläufe auch spezifische Kenntnisse zur Umsetzung von EU-Recht in Landesrecht und bei der Erschließung von Fördermitteln sowie gute fremdsprachliche Qualifikationen und interkulturelle Kompetenz

Europafähigkeit ist daher nicht als ein abgeschlossener Zustand anzusehen. Vielmehr ist eine kontinuierliche Befassung und Fortbildung der Verwaltung mit europäischen Themen erforderlich. 

Die Stadt Bremerhaven hat in 2007 im Zuge der Neustrukturierung der EU-Aktivitäten beim Referat für Wirtschaft ein EU-Referat als zentrale Koordinierungsstelle zur Koordinierung der EU-Aktivitäten in Bremerhaven eingerichtet. 

Das Europareferat, angesiedelt beim Referat für Wirtschaft,  ist auf kommunaler Ebene das Bindeglied zu den europäischen Institutionen und sorgt in dieser Funktion für einen Informationsaustausch innerhalb der Stadtverwaltung und städtischen Einrichtungen. Es verfolgt aktuelle Entwicklungen im Bereich der EU-Förderung und unterstützt die kommunalen Stellen und Einrichtungen bei der Beantragung und Durchführung von EU- Projekten. 

Die Europareferentin Frau Claudia Harms koordiniert die EU-Aktivitäten in Bremerhaven und sie unterstützt und begleitet den Aufbau von Europa-Kompetenz der Mitglieder des dezernatsübergreifenden EU-Arbeitskreises. Frau Harms ist Ansprechpartnerin für die EU-Beauftragten der Ämter und städtischen Einrichtungen und berät diese in Fragen zu EU-Förderprogrammen und EU-Projektentwicklung. Darüber hinaus sieht sich das Europareferat als zentrale Informationsstelle für Themen rund um Europa, das beinhaltet u.a. die Sichtung und Auswertung von EU-Informationen und deren Weiterleitung an die entsprechenden Fachämter und -abteilungen.

Mit der Benennung von EU-Beauftragten in den einzelnen Dezernaten wurden auch fachspezifische Strukturen geschaffen. Die EU-Beauftragten beschäftigen sich neben der Ziel2-Förderung verstärkt auch mit Förderprogrammen der aktuellen „Ziel 3“-Kulisse sowie Aktionsprogrammen und Sektorprogrammen der Generaldirektionen. Sie eruieren und verbreiten aktiv aktuelle Entwicklungen der fachspezifischen Förderprogramme und -bedingungen.
Die EU-Beauftragten sind VertreterInnen der Dezernate des Magistrats Bremerhaven sowie städtischer Gesellschaften und - Einrichtungen.

Unter der Leitung der EU-Referentin treffen sich die EU-Beauftragten regelmäßig im EU-Arbeitskreis, um sich über laufende Projekte und Projektideen sowie über fachspezifische Fördermöglichkeiten und –bedingungen auszutauschen, die Chancen europäischer Fördermöglichkeiten besser zu nutzen und das dazu notwendige Know-how aufzubauen und zu vertiefen.

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Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/stadt-und-politik/bremerhaven-in-europa/fit-fuer-europa/
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