Geboren 1935 in Friedrichshafen am Bodensee, wanderte Manfred Schnetzer gemeinsam mit seiner Mutter und seinen drei Geschwistern am 3. November 1952 nach Amerika aus. In Bremerhaven bestieg die Familie die „America“, zehn Tage später erreichten sie New York. Dort wartete der Vater bereits auf sie – als Flugzeugingenieur war er einige Monate zuvor von der US-Industrie angeworben worden.
Nach Aufenthalten in New York und Portland/Maine fanden die Schnetzers ihre neue Heimat in Cincinnati/Ohio. 1958 nahm Manfred die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an und musste zur Army. 1961 heiratete er Regina Hüffer aus dem Landkreis Cloppenburg; sie war 1953 ganz alleine in die USA ausgewandert. An der Universität studierte Manfred Schnetzer schließlich Maschinenbau und arbeitete fast 40 Jahre sehr erfolgreich bei der Firma „General Electric Aircraft Engines“.
Manfred und Regina Schnetzer leben noch immer in Cincinnati. Die beiden haben sechs Kinder und 13 Enkelkinder. Für sein Engagement in der Deutsch-Amerikanischen Bürgerliga wurde ihm bereits 2006 der „German- American Friendship Award“ verliehen. Sein Pfadfinderhut, den er vor so vielen Jahren als Andenken an seine Heimat mit nach Amerika genommen hatte, ist inzwischen wieder zurück in Deutschland: Auf dem Rundgang durch das Deutsche Auswandererhaus kann man ihn zusammen mit anderen Erinnerungsstücken zur Biografie von Manfred Schnetzer sehen.
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