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Seestadt Bremerhaven
     
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Hochschule Bremerhaven erforscht Transportwege für frischen Fisch

07.09.2012

Woher stammt eigentlich der frische Lachs auf meinem Teller? Und wie gelangt er aus den norwegischen Aquakulturen entlang der Fjorde nach Deutschland? Manch einer mag sich diese Fragen bei einem gemütlichen Abendessen schon mal gestellt haben. Im Rahmen des Food Port Projektes, das von der Europäischen Union gefördert wird, untersucht derzeit eine Forschungsgruppe der Hochschule Bremerhaven in Zusammenarbeit mit der "Deutsche See GmbH" und dem Magistrat der Stadt Bremerhaven die wirtschaftlichen und technischen Aspekte der Frischfischlogistik.

Ziel der von der EU geförderten Untersuchungen, denen ein interdisziplinäres Forscherteam zusammen mit Kollegen und Kolleginnen aus Norwegen, Schweden, Dänemark, Belgien und UK seit rund einem Jahr nachgehen, ist es, Verbesserungsmöglichkeiten zu finden, um den Transport von frischem Fisch in der Nordseeregion wirtschaftlicher und ökologischer zu machen. Rechtzeitig zur Projekthalbzeit haben die Beteiligten jetzt das erste Arbeitspaket vollendet.

„Wir haben bislang die Warenwege vom Fang bis zum Endverbraucher in der Nordseeregion beschrieben und analysiert“, so Prof. Dr. Wolfgang Lukas, Projektleiter für die Partner aus Bremerhaven und Professor im Studiengang Betriebswirtschaftslehre der Hochschule Bremerhaven. „Im Fokus standen dabei vor allem die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen und Potenziale, die aus einer Verlagerung von Verkehrsträgern von Straße zu See und Verkehrsvermeidung entstehen könnten. Zusätzliche Verbesserungen werden erwartet durch neue Verpackungs- sowie Kühltechnologien, die an der Hochschule und bei externen Partnern getestet werden.“

Food Port ist ein Projekt im INTERREG IV B-Nordseeprogramm 2007 bis 2013 und ist mit mehr als 4 Mio. EUR Volumen ausgestattet. Dieses Programm steht für die gemeinsame Erarbeitung von Lösungsansätzen in den Bereichen Innovation, Umwelt und Risikovorsorge, regionale Erreichbarkeit und nachhaltige Entwicklung der Städte und Regionen. Entlang der Nordseeküste beteiligen sich an dem EU-Projekt Food Port insgesamt 19 Partner aus Deutschland, Dänemark, Norwegen, Belgien, Großbritannien und Schweden. Behörden, Universitäten und andere Forschungsinstitute, sowie Unternehmen erarbeiten zusammen Lösungen für eine verbesserte Effizienz, Effektivität und Nachhaltigkeit der Lebensmittel-Logistikketten. Dabei soll die Lebensmittel-Industrie der Nordseeregion durch eine strategische Positionierung als Drehkreuz für den Nahrungsmittelumschlag gestärkt werden. Über nationale und administrative Grenzen hinweg entwickeln die Partner dazu „grüne Verkehrskorridore“ für den Transport von Lebensmitteln, wie den Lachs aus Norwegen.

Die Arbeit der Forscher an der Hochschule Bremerhaven konzentriert sich vor allem auf die Untersuchung eines bestimmten Sektors der Lebensmittel-Logistik, dem Frischfisch. Es geht darum, den Transport von Zuchtlachs aus Norwegen zur Weiterverarbeitung nach Bremerhaven zu optimieren und neue innovative Verpackungsmöglichkeiten zu entwickeln. Der monetäre Aspekt spielt ebenso eine Rolle wie auch die Berechnung der CO2-Bilanz.

Bis zum Projektende im August 2013 will die Forschergruppe an der Hochschule Bremerhaven, bestehend aus Prof. Dr. Wolfgang Lukas, Prof. Dr. Petra Milde, Dr. Katharina Jantzen, Prof. Dr. Dieter Heimann, Michael Lose, Prof. Dr. Ernst-Jürgen Ribbert und Prof. Dr. Gerhard Feldmeier in Zusammenarbeit mit dem Logistiker Wolfgang Zeitz und der Qualitätsmanagerin Konstanze Behrmann der “Deutsche See GmbH”, sowie Claudia Harms vom Wirtschaftsreferat des Magistrats Bremerhaven noch den zwei Arbeitsschwerpunkten „Frischfisch Logistik –Technologie“ sowie „Neue Kühltechnologien“ nachgehen. Ihr Ziel ist es hierbei, mit Hilfe von verbesserten Transportverpackungen die Kosten für den Transport von gekühltem Frischfisch zu reduzieren und eine Verlagerung von Transporten vom Flugzeug auf das Schiff, wie etwa Frischfisch aus Island, überhaupt erst zu ermöglichen. Dazu müssen die vorhandenen Schwachstellen in der Lieferkette von Fisch und Fischprodukten in Bezug auf die Verwendung von Verpackungen zunächst identifiziert werden. Anhand von Verpackungstests sollen dann Verbesserungen beispielsweise hinsichtlich der Logistikkosten oder der CO2 - Emission erörtert werden. Außerdem sollen laut der Forschergruppe die Auswirklungen neuer Kühltechnologien modellhaft erarbeitet und Empfehlungen für weitere Maßnahmen bezüglich unternehmerischer Entscheidungsfindungen hinsichtlich logistischer Optimierungsprozesse abgeleitet werden. 

Die Teilnahme an dem EU Projekt Food Port stellt einen wesentlichen Beitrag zu der Verbesserung der Position Bremerhavens als Verkehrskorridor für Frischfisch in Deutschland dar. Die Forschergruppe arbeitet daran, dass wir auch in Zukunft gezielt und standortbezogen Frischfisch beziehen können.

Weitere Informationen finden Sie unter externer Link:  www.food-port.eu.

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