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Seestadt Bremerhaven
     
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Es gibt endlich kein Zurück mehr: Neue Eissporthalle setzt ein Zeichen für Bremerhaven

10.02.2010

Computermodell der neuen Eissporthalle
Neue Eiszeit für die Pinguine: Der Eishockey-Zweitligist aus Bremerhaven bekommt eine moderne Eissporthalle mit Platz für 4500 Zuschauer. Im Jahr 2009 setzte die Köster GmbH den ersten Gründungspfahl - bereits im Jahr 2011 ist Einweihung.

Zehn Jahre lang ist über den Neubau einer Eissporthalle in Bremerhaven diskutiert worden. „Jetzt gibt es endlich kein Zurück mehr." Bei Kerstin Rogge-Mönchmeyer, Geschäftsführerin der Stadthalle Bremerhaven Veranstaltungs- und Messe mbH, ist die Freude groß, denn mit dem Bau des neuen Eisstadions bewegt sich etwas in Bremerhaven - nicht nur für den Zweitligisten Fischtown Pinguins. Das moderne Stadion soll ein kraftvolles Zeichen setzen für Eishockey aus Bremerhaven - und es soll als Kulisse dienen für Messen, Konzerte und weitere Veranstaltungen, um nachhaltig wirtschaftlich betrieben werden zu können.

Die Osnabrücker Bauspezialisten der Köster GmbH bringen langjährige Erfahrung im Bau von modernen Sportstätten mit und errichtete beispielsweise die Eissporthallen der Hamburg Freezers und der Hannover Scorpions - beides Eishockey-Bundesligisten. Auch für Fußballer und ihre Fans baute das Unternehmen schon: In die Top Ten der europäischen Stadien kürte die englische Zeitschrift Times in diesem Jahr das Signal Iduna Stadion in Dortmund - hier gefiel der Jury vor allem die von der Köster GmbH errichtete Südtribüne. Erst im vergangenen Jahr durch das Unternehmen die Modernisierung und Erweiterung der BayArena in Leverkusen abgeschlossen, die heute als Stadion mit Modellcharakter gilt.

Besondere Herausforderung in Bremerhaven war das begrenzte Budget des Bauherrn: Kosten sparen, ohne die Funktionalität des Stadions einzuschränken. Zwar fällt das Gebäude insgesamt etwas kleiner aus als ursprünglich geplant, erfüllt aber dennoch die Anforderungen der Deutschen Eishockeyliga (DEL) für die 1. Liga. Außerdem entfiel in der Planungsphase das Vordach, Fertigteile wurden integriert und die Treppenhäuser durch die Verkleinerung automatisch in den Außenbereich verlegt. Trotz der notwendigen Einsparungen ist das Eisstadion so konzipiert, dass es nach der Fertigstellung die unterschiedlichen Anforderungen der Nutzer erfüllt. So wird das Stadion im Ostbereich der Tribüne mit einer repräsentativen VIP-Lounge für 168 Gäste ausgestattet, und der Medienbereich mit den notwendigen Kamerapodesten ist auf der Westseite vorgesehen. Außerdem bietet die Anordnung aller Zuschauerplätze in Form einer umlaufenden Arena eine maximale Erlebnisqualität für den Besucher und trägt gleichzeitig zu einer stimmungsvollen Atmosphäre auch bei einer nicht voll besetzten Halle bei.  

Hoch ist der Anspruch an die verwendeten Baumaterialien, denn das Eisstadion entsteht in unmittelbarer Küstennähe. Die salzhaltige Luft belastet Baustoffe wie Stahl und Beton. Beides wird stärker belastet als bei Gebäuden im Binnenland. Deshalb werden qualitativ höherwertigere Materialien verwendet, damit die Fassaden deutlich widerstandsfähiger sind. Auch die Bodenverhältnisse erforderten spezielle Baumaßnahmen: Insgesamt 380 Fertigbetonpfähle rammten die Bauspezialisten in den Boden, um die Lasten des Gebäudes gleichmäßig aufzunehmen. Das war notwendig, weil das Erdreich extrem setzungsgefährdet war.

Anspruchsvoll fällt zudem die Technik für Eisbahn und Hallenlüftung aus. Die klimatischen Verhältnisse müssen immer optimal sein, auch wenn 2.000 Zuschauer gleichzeitig die teilweise verglaste Halle betreten und mit ihnen warme, feuchte Luft hereinströmt. Für die Eisfläche realisiert das Unternehmen ein spezielles Kühlsystem, es funktioniert wie eine Fußbodenheizung, nur im Umkehrprinzip. Im Boden der späteren Eisfläche wird ein Rohrsystem installiert, durch das Kühlmittel fließt. Wasser, das auf die Fläche geleitet wird, gefriert dann zu einer nur wenige Zentimeter dicken Eisfläche. Die Spielfeldmarkierungen werden schon vorher aufgebracht.

Von der Saison 2011/2012 an werden die Fischtown Pinguins endlich in der neuen Arena spielen. Die Stadt Bremerhaven ist dann mit der Einlösung ihres lange gegebenen Versprechens um eine Attraktion reicher.

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