Der Hafen soll weiblicher werden, die bremenports GmbH & Co. KG, die die Schleusen, Kajen, Becken, Straßen und Gleisanlagen im Welthafen Bremen/Bremerhaven betreut, will ihren Frauenanteil in den kommenden Jahren deutlich erhöhen.
„Wir wollen dazu beitragen, Frauen einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt zu verschaffen und ihre Karrierechancen zu verbessern“, sagt bremenports-Geschäftsführer Holger Banik. Er spricht von einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe, bringt aber auch die Interessen des Hafens ins Spiel: „Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Der Kampf um die Arbeitskräfte ist ein Kampf um die besten Köpfe. Ein Unternehmen wie bremenports steht hier im ständigen Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern.“
In den kommenden Jahren werden viele Beschäftigte der Hafengesellschaft in den Ruhestand verabschiedet. „Nicht alle Stellen werden neu besetzt“, sagt Banik. Dennoch sei davon auszugehen, dass bis 2020 etwa 80 bis 90 Kolleginnen und Kollegen ersetzt werden müssen: „Wir hoffen, dass wir viele qualifizierte Frauen gewinnen können.“
In den gewerblichen Bereichen – zum Beispiel bei den Handwerkern und Technikern in den Hafenwerkstätten und bei den Besatzungen der Arbeitsschiffe – beschäftigt bremenports bisher nur wenige Frauen. Stark vertreten sind sie dagegen in den kaufmännisch-verwaltenden Bereichen.
„Um Frauen verstärkt für uns zu interessieren, lassen wir uns viel einfallen“ sagt der Geschäftsführer. Für ihre etwa 380 Beschäftigten hat die Firma inzwischen 45 unterschiedliche Arbeitszeitmodelle geschaffen. Banik: „Viele Frauen suchen einen Teilzeitarbeitsplatz. Wir versuchen, diesen Wunsch zu erfüllen. Auch das Arbeiten von Zuhause – Stichwort ´Home Office` bieten wir inzwischen an. Das ist vor allem für Frauen mit Kind und Familie eine interessante Alternative.“