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Auf dem Weg zum grünen Hafen: Hafengesellschaft bremenports testet Elektroautos

07.07.2010

Bremenports-Geschäftsführer Dr. Stefan Woltering präsentiert das neue Elektroauto vor dem Atlantic Hotel Sail City
Sie sind kompakt. Sie sind wendig. Und doch sind die beiden neuen Dienstwagen aus dem Fuhrpark der Hafengesellschaft bremenports keine Autos von der Stange. Denn der „Saft" für die Modelle vom Typ „Think City" kommt aus der Steckdose.

In den nächsten neun Monaten werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Wagen auf Herz und Nieren testen. „Wir verfügen über große Erfahrung als Fuhrparkbetreiber", sagt Geschäftsführer Dr. Stefan Woltering, „und wollen wissen, ob die neue Technologie sich im täglichen Einsatz bewährt. Außerdem haben wir großes Interesse daran, den Schadstoffausstoß im Hafen zu senken. Elektrofahrzeuge können da in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten."

Die Hafengesellschaft hatte sich im vergangenen Jahr um zwei Autos beworben und gehört jetzt zu den ersten Unternehmen in der Modellregion Elektromobilität Bremen/Bremerhaven, die praktische Erfahrungen mit E-Fahrzeugen sammeln. Die Modellregion ist eine von insgesamt acht Testzonen in Deutschland. Das Gesamtprojekt wird vom Bundesverkehrsministerium mit 115 Millionen Euro unterstützt. Als regionaler Partner von bremenports fungiert das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) an der Universität Bremen. Insgesamt sollen in der Modellregion 100 Elektromobile getestet werden - vom E-Fahrrad bis zum Viersitzer für Pendler.

Die beiden bremenports-Fahrzeuge haben zwei Sitze. Der Drei-Phasen-Asynchron-Elektromotor leistet 30 kw (41 PS). „Auf der Autobahn reicht das für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern", berichtet bremenports-Sprecher Rüdiger Staats. Die Reichweite ist begrenzt: Nach spätestens 180 Kilometern muss der Wagen wieder an die Steckdose. Das vollständige Aufladen - zum Beispiel in der Hafenwerkstatt an der Bremerhavener Brückenstraße - dauert dann vier bis fünf Stunden.

Ein Think City kostet rund 37.000 Euro. Die Hafengesellschaft hat die beiden Fahrzeuge aber nicht gekauft, sondern von der DFKI geleast. Woltering schließt nicht aus, dass der Fuhrpark von bremenports dauerhaft mit Elektrofahrzeugen ausgestattet wird. Zunächst aber wird getestet und erprobt. Die Dienstfahrten der Techniker und Ingenieure führen zu Schleusen und Kajen, Hafenbaustellen und ökologischen Ausgleichsflächen. „Dabei werden die Fahrzeuge stark beansprucht", sagt Woltering - und ist gespannt, ob sie den Dauerbetrieb ohne größere technische Probleme überstehen.

Auch die ökologische Gesamtbilanz der beiden Fahrzeuge ist bei bremenports ein Thema. Woltering: „Einerseits brauchen die Wagen Strom aus der Steckdose. Andererseits erzeugen wir im Hafen bereits Solarenergie. Das lässt sich gegenrechnen."

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Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/meer-erleben/unternehmens-park/hafen/auf-dem-weg-zum-gruenen-hafen-hafengesellschaft-bremenports-testet.29531.html
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