Eisbrecher in den Häfen: Schlepper "Stör" und „Hansa“ sorgen für freie Wasserwege
07.02.2012
Der Winter hat Europa fest im Griff - auch den Bremerhavener Fischereihafen. Dort schiebt sich der betagte bremenports-Schlepper "Stör" jetzt in doppelter Tagschicht durch das Eis. Das Arbeitsschiff ist von 6 Uhr bis 18 Uhr im Einsatz. Der Auftrag: Die Kajen sollen trotz Eis für die Schifffahrt erreichbar bleiben.
Die "Stör" verhindert, dass sich eine geschlossene Eisschicht auf dem Wasser der Hafenbecken bildet. Diese würde beim Manövrieren vor allem kleineren Schiffen zu schaffen machen. Außerdem achtet die Besatzung darauf, dass die Torkammern der Fischereihafen-Doppelschleuse eisfrei bleiben. Teilweise ist das Eis im Fischereihafen noch recht dünn, teilweise sind jedoch bereits dicke Schollen entstanden.
Die "Stör" wurde 1968 bei der Siegholt-Werft in Bremerhaven gebaut. Sie wiegt etwa 120 Tonnen und hat einen Diesel, der es auf 800 PS Leistung bringt. Ein zweiter bremenports-Schlepper, die "Hansa", hat den Eisdienst in den Überseehäfen übernommen. Das 1961 gebaute Schiff ist dort im Ein-Schicht-Betrieb unterwegs.