Bodenertüchtigung am CT-Süd: Vier „Elefantenfüße“ für Windpark-Errichterschiff
05.12.2011
Der Schwimmkran „Enak“ hat vor der Bremerhavener Stromkaje vier Gründungskörper auf die Sohle der Weser abgesenkt. Auf den jeweils 600 Tonnen schweren „Elefantenfüßen“ soll im kommenden Jahr ein Windpark-Errichterschiff festen Halt finden. Die „Victoria Mathias“, die für den Einsatz am Windpark „Nordsee Ost“ vorgesehen ist, liegt derzeit noch in einer koreanischen Werft und wird Anfang 2012 an der Wesermündung erwartet.
In bis zu 40 Meter Entfernung von der Kaje wurden die Gründungskörper zentimetergenau in den 14 mal 14 Meter großen Baugruben versenkt. Die „Elefantenfüße“ bestehen aus runden Betonplatten (1,25 Meter dick, 11 Meter im Durchmesser) und Hohlkörpern, die auf den Betonplatten montiert sind – sozusagen überdimensionierte „Konservendosen“. Jeder dieser Hohlkörper hat 8 Meter Durchmesser, ist 5 Meter hoch und aus Spezialstahl. Die Wandstärke beträgt 8 Zentimeter.
Das Prinzip „Konservendose“ wird in Bremerhaven zum ersten Mal weltweit verwirklicht. „Die Idee wurde von unseren Ingenieuren entwickelt“, sagt bremenports-Geschäftsführer Holger Banik. „Sinn ist es, tiefe Löcher zu vermeiden, die beim Auf-Jacken der Hubinsel ohne die ´Elefantenfüße` entstehen und die Standfestigkeit der Kaje gefährden würden.“
Die stählernen Hohlkörper werden unter Wasser mit Eisenbahnschotter gefüllt. Die Hubinselbeine verfügen am unteren Ende über eine Zentrierspitze und dringen in den Schotter ein. Betonplatten und Hohlkörper wurden auf der Danziger Crist-Werft hergestellt, dort fest miteinander verbunden und auf einem Ponton nach Bremerhaven geschleppt worden. Wie Banik ergänzte, sollen die Unterwasserarbeiten bis Mitte Dezember 2011 beendet werden.
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