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Bunte Ballone am Windjammer-Himmel

05.08.2010

„Ballone am Meer" ist zur „Sail 2010" vom 25. - 29. August ein Highlight im Programm - 12 Ballone und Plätze zum Mitfahren

Fans von „Sail Bremerhaven" wissen das: Zu Windjammern gehören in Bremerhaven auch immer Heißluftballone. Da macht die „Sail 2010" vom 25. - 29. August keine Ausnahme. 12 der großen, bunten „Aerostaten", die man früher auch Montgolfieren nannte, gehören zum riesigen Flottenaufgebot des Festivals an der Weser. „Ballone am Meer" heißt dieser Programmteil und hat wie die „Sail" eine lange Tradition. Zu „Sail Bremerhaven 86" starteten erstmals drei Heißluftballone am Weserdeich. Und inzwischen hat Bremerhaven seit etlichen Jahren auch seinen eigenen Ballon-Regisseur: Hartwig Wiest (57) - selber erfahrener Ballonpilot mit gut 500 Starts und Landungen - ist der Mann, der das kleine Ballon-Fest am Weserdeich fest im Griff hat.

„Ballone am Meer" ist eigentlich für die deutsche Ballöner-Gemeinde keine Selbstverständlichkeit. Die Piloten der riesigen Hüllen mögen keine Plätze, an denen meistens eine frische Brise weht. Aber der besondere Reiz, direkt am Meer auf einem Deich zu starten, hat „Ballone am Meer" zu einem populären Fest der Insider werden lassen und bewahrt seinen besonderen Reiz schon seit inzwischen 24 Jahren.

Mitten im Windjammer-Geschehen auf dem Lohmann-Deich neben dem Neuen Hafen wird in diesem Jahr von Mittwoch bis Sonntag gestartet.  „Wir werden täglich um 17.30 Uhr mit den Startvorbereitungen beginnen und wollen um 18.30 Uhr dann auch in die Luft", kündigt Hartwig Wiest an. Das funktioniert aber nur bei Windrichtungen aus nordwestlichen und westlichen Richtungen. Aber auch bei anderen Windrichtungen bis Stärke 3 wird gestartet: Vom Sportplatz der Marineschule.

Und immer, wenn Heißluftballone in Bremerhaven zu Besuch sind, haben auch Gäste die Chance, im Weidenkorb unter der 25 Meter hohen bunten Ballonhülle mitzufahren. 185 Euro kostet eine Ballonfahrt pro Person. Und darin enthalten ist nicht nur die Reise über Land, sondern auch das Abenteuer des Aufrüstens, der Landung, der Ballontaufe samt Urkunde und Rückreise mit dem Ballon-Team. Wer dabei sein möchte:

Etwas Fitness, gute Gesundheit, vier bis fünf Stunden Zeit  und  sportliche Kleidung muss jeder selber mitbringen. Anmeldungen nimmt das BIS Büro Bremerhaven-Werbung (Telefon 0471/94646-417) entgegen. Dort gibt es auch die Informationen für Ballon-Gäste.

Das Flaggschiff des Ballöner-Treffens zur „Sail 2010" kommt aus Bremerhaven und wird von Hartwig Wiest selber gefahren. Der „Havenwelten"-Ballon (D-OBRE) wirbt seit 2008 Jahren für Bremerhavens neues Tourismusresort und gehört der großen Familie der Cameroon-Ballons an mit einem Fassungsvermögen von gut 3.000 cbm heißer Luft und einem Korb für Pilot und max. drei Passagiere. Und auch die anderen elf Ballone aus Stuttgart, Bremen, Duisburg, Oberhausen oder Eindhoven gehören dieser Größenklasse an, die sich am Meer gut regieren lassen. Hinzu kommt ein Sky-Hopper. Unter seiner Ballonhülle mit etwa 1.200 cbm heißer Luft hängt lediglich ein Pilotensitz samt Brenner und Navigationsausrüstung.

Die Größen, Formen und technischen Raffinessen der Heißluft-Ballone an Deutschlands Himmel sind in den vergangenen Jahren vielfältig geworden. Häuser, Mäuse, Herzen, Teekannen, Lokomotiven, Flaschen, Busse oder sogar das Brandenburger Tor fahren am deutschen Himmel spazieren. Es sind Riesengebilde, die schwer zu manövrieren sind für enge Startplätze wie in Bremerhaven. Die Zahl der luftigen Litfass-Säulen ist größer geworden, die der Heißluftballone geht zurück. Als Bremerhaven erstmals 1986 und 1988 Ballone eingeladen hatte, gab es kaum mehr als 400 von ihnen, heute sind es gut 2.500. Aber die Flotte schrumpft. Denn Ballonfahren ist kein billiges Hobby. Ein neuer Ballon mit allem drum und dran kostet gut 80.000 Euro. Das leisten sich hauptsächlich Unternehmen für ihr Marketing.

Die Ballonflotte zur „Sail" vereint erfahrene Piloten mit ihren Ballonen in Bremerhaven und setzt einen Akzent für das Windjammer-Treffen, das vor allem auch zum Thema im erweiterten Sinne passt: Ohne Wind, ohne die Strömung des Windes, haben Großsegler und Heißluftballone keine Chance, ihr Ziel zu erreichen. Sie „leben" beide von der Natur. Wer an Bord eines Schiffes mitsegelt, spürt den Wind intensiv. Ballonfahrer aber fahren in absoluter Stille mit dem Wind über Land. Nur die Strömung in der Luft kann ihren Kurs beeinflussen. Auch das deutlich zu machen, ist ein - wenn auch nicht hauptsächliches - Anliegen von „Sail Bremerhaven" als größtes Zentrum der Windenergie in Europa.


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Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/meer-erleben/tickets-veranstaltungen/veranstaltungen/sail-2010/bunte-ballone-am-windjammer-himmel.30300.html
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