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Seestadt Bremerhaven
     
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Wohnen und Arbeiten in bester Lage: Am Neuen Hafen sind keine Grundstücke mehr frei

26.07.2012

Von Baukränen überragt: Auf der Ostseite des Neuen Hafens zwischen Technologiezentrum t.i.m.e.port II und III (rechts unten) und dem einstigen Grube-Gelände mit dem Portalkran (links oben) werden die letzten Grundstücke bebaut. Fotos: Wilfried Moritz
Als Ende 2001 das Communication Center von d+s online an der Ostkaje des Neuen Hafens an den Start ging, war es in der Nachbarschaft noch wüst und leer. Drumherum nur Schotterparkplätze und das Betonwerk der Firma Grube. Knapp zehn Jahre später: Auf beiden Hafenseiten sind attraktive Wohn- und Geschäftshäuser in bester Lage entstanden und auch die letzten freien Grundstücke der Havenwelten vergeben. Fazit von Oberbürgermeister Melf Grantz: „Die Bebauung des neuen Stadtteils mit Wohn- und Geschäftshäusern ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden.“

Die Havenwelten, das war von Anfang an das erklärte Ziel der Stadt, soll nicht nur ein Touristenzentrum sein. „Für uns kam es“, so Grantz, „entscheidend darauf an, dass in dieser neuen Stadtmitte auch Einheimische wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen.“ Deshalb suchte Bremerhaven nicht nur Investoren für die touristischen Besuchermagneten, sondern trieb auch die städtebauliche Entwicklung mit Wohn- und Gewerbebauten voran.

„Bei der Vorstellung unserer Pläne auf der renommierten Gewerbeimmobilien-Messe Expo Real in München sind wir 2004 allerdings noch müde belächelt wordent“, erinnert sich Heinz Reichmann, Technischer Leiter der Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter-/Neuer Hafen (BEAN). Zu ungewiss erschienen den Immobilien-Experten die Aussichten, an einem Standort außerhalb der großen Ballungszentren Interessenten für hochwertige Neubauten zu gewinnen.

Doch schon bald mussten die Fachleute einräumen, dass sie sich geirrt hatten.: Der Stadt Bremerhaven und der BEAN als Grundbesitzerin gelang es, die Investoren von der Attraktivität der Havenwelten zu überzeugen und die Flächen am Alten und Neuen Hafen nach und nach zu vermarkten. Wegen der Anziehungskraft des neuen Stadtteils kann es sich die Stadt sogar leisten, einen Architektenwettbewerb zur Bedingung für die Neubauvorhaben zu machen.

Auf der westlichen Seite schuf das Familienunternehmen Jaich aus dem schleswig-holsteinischen Kappeln mit der Lloyd Marina einen modernen Jachthafen mitten in der Stadt samt dazugehörigem Boardinghouse. Inzwischen laufen als Ergänzung die Arbeiten für einen vierstöckigen Hotelneubau, der im Herbst 2012 fertig sein soll. Nach Norden hin sind am Rande des Neuen Hafens weitere Wohn- und Geschäftsgebäude geplant, deren Investoren derzeit für eine städtebaulich attraktive Gestaltung Architektenwettbewerbe starten. Die Ergebnisse sollen im September vorliegen.

Ebenfalls auf der Westseite, direkt am Weserdeich, errichtete das Immobilien-Center der Sparkasse Bremerhaven drei Wohnanlagen mit Eigentumswohnungen in spektakulärer Lage. Obwohl der einzigartige Ausblick aufs Wasser und die Luxuswohnungen seinen Preis haben, erwies sich das Projekt als so erfolgreich, dass derzeit nördlich des ehemaligen Lloyd-Docks der vierte Abschnitt mit dem Namen „WeserView“ im Bau ist.

An der Ostkaje des Neuen Hafens blieb das Communication Center (heute d+s europe AG) nicht allein. Neben dem Seeamt wurde 2005 an der Columbusstraße das Deutsche Auswandererhaus (DAH) eingeweiht, dessen Erweiterungsbau seit Ende April dieses Jahres unter Dach und Fach ist. Daneben plant eine Investorengruppe in das Hotel „New York“ mit Bezug zum Thema Auswanderung, für das sie in dieser Woche den Bauantrag gestellt hat. Nördlich des Lloydplatzes entstanden an der Barkhausenstraße die Technologiezentren t.i.m.e.port II und III.

Seither werden auf der östlichen Seite Schlag auf Schlag die Lücken geschlossen. Wo bis vor einiger Zeit noch Schotterflächen als provisorische Parkplätze für die Havenwelten-Besucher herhalten mussten, recken sich jetzt Mehrgeschossbauten und Baukräne empor. Mit dem Bau zweier Wohngebäude südlich des d+s-Communication-Centers, von denen ein Komplex bereits bezogen ist, reagierte die Bauherrengemeinschaft Kipp/Skrodolies auf die gestiegene Nachfrage nach Mietwohnungen. Über dem zweiten Neubau wurde Anfang Juli der Richtkranz aufgezogen.

Zwei Grundstücke weiter wird im September/Oktober das Projekt „Pier 6“ fertig, ein Wohn- und Geschäftshaus der Investorengemeinschaft Köhler/Brandt, in dessen Erdgeschoss ein Restaurant gleichen Namens die Feinschmecker anlocken soll. Zwischen den beiden Neubauten ist neben einem Weg zur Versorgung der Schiffe noch ein schmales Grundstück frei – allerdings auch nur für einige Monate. Denn die Arbeitnehmerkammer Bremen wird dort den sechsgeschossigen Neubau ihrer Bremerhavener Filiale ansiedeln.

Bleibt nur noch am Nordostende des Neuen Hafens das ehemalige Grube-Gelände, auf dem nach dem Abriss des Betonwerks nur der gelbe Portalkran als Relikt der einstigen Nutzung übriggeblieben ist. Obwohl sich auf dem 5500 Quadratmeter großen Areal noch nichts tut, zeichnen sich die Zukunftspläne bereits ab. Wo einst Kies und Sand verladen wurden, will ein Bremer Immobilienentwickler unter dem Arbeitstitel „Oceon“ ein Offshorezentrum für die Windkraftbranche mit drei Büro- und zwei Wohngebäuden errichten. Die erforderliche Abstimmung von Architektur und Gestaltung sowie die Grundstücksverhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss. Das Ziel: die Erhaltung des markanten gelben Krans, um den sich die Neubauten gruppieren sollen. Wilfried Moritz

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Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/meer-erleben/stadtleben/wohnen-und-arbeiten-in-bester-lage-am-neuen-hafen-sind-keine-grundstuecke.51436.html
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