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Seestadt Bremerhaven
     
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Voice Challenge 2012: Oldenburgerin gewinnt Gesangscontest in der Stadthalle Bremerhaven

22.10.2012

Glückliche Gewinnerin der Voice Challenge 2012: Ina Bredehorn aus Oldenburg.
Auf einer Bühne stehen und Menschen mit dem zu unterhalten, was man selber erschaffen hat. Das ist sicherlich der große Traum, der in jedem Musiker lebt. Öffentliche Wettbewerbe um die Gunst des Publikums haben deswegen einen hohen Unterhaltungswert. Erfolgreiche Sendeformate wie „DSDS“ oder „X-Factor“ beweisen dies seit Jahren. Auch in Bremerhaven durften nun Musiker der Region um die erste Etappe des großen Traumes wetteifern. Bei der Voice Challenge 2012 lockte eine professionelle Aufnahme samt Coaching durch einen Musikverlag. Hauptgewinnerin des Abends war die 26-jährige Oldenburgerin Ina Bredehorn. Gewonnen hatten aber auch die 500 Zuschauer in der Stadthalle Bremerhaven. Das sehr hohe Niveau der antretenden Künstler bot allerbeste Unterhaltung.

Ein straffes Programm haben die Veranstalter der Voice Challenge Bremerhaven sich auf ihre Agenda geschrieben. Ein Durchgang mit 19 Künstlern, die je ein Lied vortragen durften. Anschließend der ganz direkte Vergleich der fünf besten Teilnehmer, die durch eine Jury ausgewählt werden. Soul-Produzent Rob Hardt füllt die Beratungspausen der Jury souverän mit exzellenter Musik. Die Idee zu der Veranstaltung stammt von der Bremerhavener Musiklegende George B. Miller, er bekommt die Stadthalle und Radio Energy Bremen mit ins Boot. Der junge Radiosender aus Bremen stellt auch den Moderator des Abends: Klaas Tucholke. In der Jury finden sich Musikverleger, Musiklehrer, Musiker, Journalisten und Moderatoren wieder. Rund 500 Besucher nutzen die Gelegenheit zu einem Besuch in das Bremerhavener Veranstaltungszentrum. Fans und Angehörige der einzelnen Interpreten sind genauso hier, wie Musiker und musikinteressierte Menschen jeden Alters. Durch geschicktes Abhängen mit dunklen Vorhängen und lockere Bestuhlung mit kleinen Tischen bietet der gut gefüllt wirkende Saal der Stadthalle ein kuscheliges Ambiente.

Punkt 20 Uhr tritt Mavilde da Encardacao Goncalves auf die Bühne und stellt den Moderator Klaas, bei der Aussprache ihres Namens, gleich einmal vor die erste große Herausforderung des Abends. Mit ihrer Version des Sam Brown Klassikers „Stop“ eröffnet Mavilde den musikalischen Reigen auf der Bühne. Als die junge Frau einen kurzen Texthänger hat, verhält sie sich höchst professionell, in dem sie gekonnt wieder in den Text findet, ohne die Darbietung abzubrechen. Zur Belohnung erhält sie einen spontanen Szenenapplaus des Publikums.

Der Abwechslungsreichtum auf der Bühne wird im Folgenden lediglich noch von der Qualität der auftretenden Künstler übertroffen. Größtenteils technisch perfekt geschulte Stimmen verzaubern die Zuschauer in der Halle mit gefühlvoller Hingabe und professionellen Darbietungen. Völlig egal, ob Rock, Soul, Chanson oder Musical, sogar eine mehrsprachige Raggae-Rap-Kreation namens „Blume 2011“, sorgt für ein breites musikalisches Spektrum. Stimmliche Defizite, soweit überhaupt vorhanden, werden durch Persönlichkeit und Bühnenpräsenz wettgemacht. Nach gut drei Stunden steht die Jury vor der schier unlösbaren Aufgabe, fünf Interpreten auszuwählen, die mit einem zweiten Titel noch mal vor Publikum und Auswahlgremium treten dürfen.

Die Wahl fällt auf die Bremerin Victoria Kittlaus, Jannik Brunke aus Bederkesa, Ina Bredehorn aus Oldenburg, die Bremerhavenrin Nina Morgenroth und den Singer und Songwriter Patrick „Pad“ Rokitensky, ebenfalls aus der Seestadt. Letzter hatte bereits in seinem ersten Auftritt bewiesen, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Er tritt mit einer selbst geschriebenen Ballade an, die er erst morgens um 3 Uhr fertiggestellt hat. Mit einem tief berührenden Text und seinem gefühlvollen Gitarrenspiel sorgt der 23-Jährige für Gänsehautfeeling im Publikum und schlägt alle in seinem Bann.

Im Finale begeistert dann besonders Jannik Brunke, der mit seinen 16 Jahren zu den jüngsten Teilnehmern des Abends gehört. Brunke, der Gitarre, Schlagzeug, Bass und Klavier spielt, begleitet sich bei einer Ballade, die aus seiner eigenen Feder stammt, selber am Flügel. Mit der gegebenen „Coolness“ eines Teenagers ignoriert er sogar standhaft, die recht glücklosen Versuche des Moderators ihn als Teenie-Idol Justin Bieber zu verkaufen zu wollen. Ina Bredehorn, der man ihre Bühnenerfahrung sofort anmerkt, gelingt es im Handumdrehen das Bremerhavener Publikum für sich einzunehmen. Drei der fünf Finalisten treten mit eigenen Stücken zur Entscheidungsrunde an und genau diese drei Kandidaten können auch die ersten Plätze für sich verbuchen. Laut Initiator George B. Miller war das zwar kein vorgegebenes Jury-Kriterium, es könne aber gut sein, dass Künstler die mit eigenen Sachen auftreten, einfach stärker rüber kommen.

Am Ende liegt Ina Bredehorn nach der Jurywertung klar vorne. Gefolgt von Patrick Rokitensky auf dem Zweiten und Jannik Brunke auf dem dritten Platz. Ganz sicher gibt es den Einen oder Anderen, der sich ein anderes Ergebnis wünscht. Letzten Endes sind sich aber alle Teilnehmenden darüber einig, dass eigentlich alle Gewinner sein. Schließlich durfte jeder von ihnen auf der großen Bühne der Stadthalle stehen und das Publikum unterhalten. Das echte Fazit des Abends lautet also: eine sehr vielversprechende Veranstaltung voller Gewinner mit Potenzial nach oben, die nach einer Fortsetzung im nächsten Jahr verlangt.   Marco Butzkus

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