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Trainings-Premiere der Fischtown Pinguins: Aus der „Fischdose“ in die Eisarena

22.02.2011

Trainingsauftakt in der neuen Arena: Oberbürgermeister Melf Grantz (l.) begrüßt die Fischtown Pinguins mit Manager Hans-Werner Busch (Mitte). Fotos: Moritz
Die „Fischdose“ ist tot, es lebe die Eisarena: Nach dem Abschied vom alten Eisstadion haben die Fischtown Pinguins zum ersten Mal in der neuen Halle trainiert. In dem modernen Neubau, für den die Stadt Bremerhaven rund 16 Millionen Euro locker machte, begrüßte Oberbürgermeister Melf Grantz das Eishockey-Team um Manager Hans-Werner Busch und Trainer Gunnar Leidborg. Danach starten die Zweitliga-Cracks der Pinguins ihre Vorbereitung für das erste Spiel in der Eisarena am Sonntag, 6. März, gegen die Hannover Indians.

Insgesamt 4250 Steh- und Sitzplätze in einem modernen Ambiente bietet die Eisarena. Die Besucher erwartet in der neuen Halle auf allen Plätzen Sitzkomfort und eine stimmungsvolle Atmosphäre. Und auch für die Teilnehmer am öffentlichen Eislauf wird die Nutzung der Eisarena komfortabler. Die Zeiten der zugigen offenen Eishalle, von den Fans „Fischdose“ genannt. gehören nun endlich der Vergangenheit an.

Die Eisarena besteht aus zwei Ebenen. Alle Servicefunktionen wie Umkleideräume und Sanitäranlagen sind auf der unteren Ebene untergebracht. Im Eingangsbereich zur Stresemannstraße liegen die Eislaufkasse und der Fan-Shop der „Fischtown Pinguins“. Die Eisläufer gelangen vom unteren Foyer ohne Umwege auf die Eisfläche. Auch die Toilettenanlagen können aufgrund des speziell verlegten Gummibodens direkt mit Schlittschuhen betreten werden. Vom Foyer in der oberen Ebene erreichen die Besucher der Eishockeyspiele ihre Sitzplätze. Durch die Anordnung aller Zuschauerplätze mit durchgehenden Rängen soll eine besondere Atmosphäre in der neuen Eisarena gewährleistet werden.

Sechs Gastronomiebereiche sorgen mit einem breiten Angebot für das leibliche Wohl der Besucher, das Restaurant „Pistenbar“ mit 168 Plätzen kann sowohl von VIP-Kunden als auch für private Feiern außerhalb der Eishockeyspielzeiten genutzt werden.

Für die nächste Eissaison laufen die Planungen für attraktive Sonderveranstaltungen bereits auf Hochtoure. So wird es künftig eine Mitternachtsdisco oder auch Fitnesskurse auf dem Eis geben. In den Sommermonaten besteht die Möglichkeit, Trainingscamps in der Eisarena auf die Beine zu stellen.

Auf einen Blick: Alles über die neue Eisarena

Baugeschichte:
05.02.2009 Einrichtung der Baustelle
15.09.2009 Vertragsunterzeichnung mit dem Generalunternehmer, der Köster GmbH
26.11.2009 Beginn der Rammarbeiten für die insgesamt 320 Pfähle
13.04.2010 Grundsteinlegung
05.08.2010 Richtfest
04.03.2011 Eröffnung

Technische Daten:

Besucherplätze:

insgesamt 4250 Steh- und Sitzplätze

Grundfläche der Eisarena: rd. 7500 qm (76,80 x 97,60 m)
Höhe der Eisarena: bis zu ca. 20 m über Gelände
Pfahlgründung:                320 Pfähle wurden gerammt
Betonstahl:

ca. 800 Tonnen Betonstahl wurden verbaut

Beton: ca. 4500 cbm
Wände:               ca. 5000 qm Dreifachwände (Stahlbetonhohlwände) wurden aufgestellt 
Filigranplatten:

ca. 3500 qm Filigranplatten wurden verlegt

Zahnbalken: 34 Zahnbalken mit einem Gewicht von je rd. 7,5 t wurden verlegt. Sie tragen die Tribüne
Holzbogenbinder: 16 Holzbogenbinder mit einer Länge von ca. 63 m und einer maximalen Bauteilhöhe von rd. 10 m wurden gesetzt
Rohrleitungen: Es wurden rd. 4 km Rohrleitungen allein in der Eispiste verlegt
Kühlsystem: Die Eispiste wird durch eine moderne NH³-Anlage versorgt. Die klimatischen Verhältnisse müssen immer optimal sein. Für die Eisfläche wurde ein Kühlsystem installiert, das wie eine Fußbodenheizung funktioniert, nur im Umkehrprinzip. So ist im Boden der Eisfläche ein Rohrsystem installiert, durch das Kühlmittel fließt. Sobald Wasser auf die Fläche geleitet wird, gefriert es.
Heizung: Die Wärme, die bei der Eisproduktion entsteht, wird für die Warmwasserbereitung und zum Heizen verwendet.
Brandschutz: Der Brandschutz entspricht den neuesten Anforderungen; z.B. bleiben die Rettungswege immer rauchfrei
Videowürfel: Maße: ca. 2,90 m Höhe x 4,0 m Breite, 4seitiges Display, auf dem Videowürfel können die spannendsten Spielszenen verlangsamt wiederholt dargestellt werden.
Bauherrin: Stadthalle Bremerhaven, Veranstaltungs- und Messe GmbH, im Auftrag der Seestadt Bremerhaven
Projektsteuerung: BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH
Oberbauleitung: Architekturbüro Dipl.-Ing. Werner Grannemann, Bremerhaven
Generalunternehmer: Köster GmbH, Osnabrück/Bremen, mit mehr als 40 Subunternehmern, größtenteils aus Bremerhaven und der Umgebung
Technische Gebäudeausstattung: Krawinkel Ingenieure, Krefeld
Investitionssumme: rd. 16 Mio. Euro

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nina.juechtern at bit.bremerhaven.de
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Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/meer-erleben/stadtleben/trainings-premiere-der-fischtown-pinguins-aus-der-fischdose-in-die-eisarena.38453.html
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