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Seestadt Bremerhaven
     
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Todestag jährt sich: Bremerhavens berühmteste Tochter Lale Andersen vor 40 Jahren verstorben

29.08.2012

Lale Andersen
Am 29. August 2012 jährt sich Lale Andersens Todestag zum 40. Mal. Das Lied „Lili Marleen“ machte die Bremerhavenerin zu einem Weltstar. Sie wurde 1905 in Lehe geboren und noch heute erinnern eine Laterne und eine Gedenktafel an ihrem Geburtshaus an die prominenteste Tochter der Stadt.

Das Geburtshaus von Lale Andersen, die gebürtig Liese-Lotte Helene Berta Bunnenberg hieß, steht in der Luther Straße 3. Eine kleine Gedenktafel daran erinnert an die berühmte Bewohnerin von einst. Wenige Meter entfernt, in der Kaiserin Auguste-Victoria Schule, wird sie später eingeschult. Das Gebäude wird irgendwann in Theodor-Storm-Schule umbenannt. Heute heißt es schlicht „die Theo“ und ist schon lange keine Schule mehr. Mit 17 Jahren heiratet Andersen den Bremerhavener Landschaftsmaler Paul Ernst Wilke. Dessen Atelier steht noch heute am alten Vorhafen und beherbergt zeitweise Künstler aus aller Welt die dort auf Einladung arbeiten und wohnen.

Lale Andersen selber zieht es nach Berlin, Wien, München, die Schweiz und schließlich auf die Insel Langeoog. Mit ihrem internationalen Durchbruch zu Zeiten des Nationalsozialismus sind für die Künstlerin viele Schwierigkeiten verbunden. Das Lied Lili Marleen, das über den Soldatensender „Radio Belgrad“ europaweit verbreitet wird und auf allen Seiten der „Front“ gehört wird, gilt als „wehrkraftzersetzend“. Überlieferungen zur Folge herrscht täglich für 3 Minuten auf allen Seiten der Front Waffenruhe - immer dann, wenn das Lied Lili Marleen aus den Radios tönt. Die Platte wird mit zwei Millionen verkauften Exemplaren der erste „Millionenseller“ der deutschen Schallplattengeschichte. Lale Andersen aber wird aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen und vom Propagandaministerium mit einem Auftrittsverbot belegt - was für einen Künstler dieser Zeit einem Arbeitsverbot gleichkommt. Gleichzeitig dürfen ihre Lieder nicht mehr im Rundfunk gesendet werden.

In der Bremerhavener Innenstadt gibt es seit 1981 eine gusseiserne Laterne, die früher einmal an der Kaserne am Roten Sand, jetzt an der Linzer Straße steht. Die Laterne, samt der dazugehörigen Gedenktafel, soll an Lale Andersens berühmtestes Vermächtnis erinnern. An Lili Marleen – das Mädchen an der Laterne, das die Kanonen im Krieg für einen Moment zum Schweigen brachte. In Bremerhaven wird seit 1999 alle zwei Jahre der mit 5000 Euro dotierte Lale Andersen Preis für gehobene Unterhaltungsmusik ausgelobt. Zu den Preisträgern gehören bekannte Künstler wie Gitte Haenning, Pe Werner und Katja Ebstein.

Lale Andersen starb 1972 im Alter von nur 67 Jahren in Wien an den Folgen eines Leberkrebsleidens. Ihre Asche wurde auf den Dünenfriedhof Langeoog verbracht. Auf der Nordseeinsel steht ihr Zufluchtsort: der Sonnenhof. Heute sind hier eine Teestube und ein Restaurant untergebracht, in dem einige Gegenstände an die „kühle Blonde aus dem hohen Norden“ erinnern. Seit 2005 steht auf Langeoog auch eine Bronzestatue, die Lili Marleen an einer Laterne zeigt. Lieder wie „Blaue Nacht am Hafen“, „Ein Schiff wird kommen“ und natürlich „Das Lied von Lili Marleen“ machen Lale Andersen auch 40 Jahren nach ihrem Tod unvergessen   Marco Butzkus.

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