„Queen Vicky“ geht: Cunard Kreuzliner verlässt nach 12 Tagen Aufenthalt die Lloydwerft
15.10.2012
Ein Lagerschaden brachte nach sechs Jahren der Abstinenz wieder ein Schiff der englischen Cunard-Line in eine Bremerhavener Werft. Die „Queen Victoria“, im Volksmund auch gerne „Queen Vicky“ genannt, lag für zwölf Tage im Kaiserdock III der Lloydwerft. Dass der typisch rote Schornstein eines Cunard-Schiffes über den Dächern der Werft aufragte, war zuletzt 2006 der Fall. Damals hatte die inzwischen außer Dienst gestellte, legendäre Queen Elizabeth II (QE2) hier einen Reparaturstopp eingelegt.
Nachdem an Bord der Queen Victoria alle Arbeiten fristgerecht und ordnungsgemäß abgeschlossen wurden, verließ das 294 Meter lange Schiff am heutigen Montag die Stadt und lief gegen 15 Uhr in Richtung Southampton aus. Auf der Lloydwerft geht es indes munter weiter. Im November und Dezember liegen zwei Kreuzfahrtschiffe der Fred-Olsen-Cruise-Line bei der traditionellen Reparaturwerft im Kaiserhafen.
Die "Queen Victoria" war nach 2009 das erste Mal wieder an der Weser. Vor drei Jahren zuletzt hatte das markante Schiff Bremerhaven im Rahmen einer Kreuzfahrt besucht. Dieses Mal musste die Queen Victoria bedingt durch einen Lagerschaden an den Azipodantriebssystemen (POD-Antrieb) eine Kreuzfahrt absagen und benötigte ganz dringend ein leeres Reparatur-Dock mit entsprechender Größe. Glück für die Lloydwerft und für Bremerhaven, dass das Kaiserdock III verfügbar war.
Das Schiff kam am 3. Oktober aus dem englischen Heimathafen Southampton und verlässt die Weser auch wieder mit dieser Destination. Die Besatzungsmitglieder des 3000 Personen fassenden Kreuzfahrtriesen waren in den vergangenen zwölf Tagen Gäste in der Seestadt. Sie blieben während der Reparatur an Bord. Dem Vernehmen nach soll die Lloydwerft sich derzeit in Verhandlungen um einen Großauftrag befinden. Der Auftrag soll der Werft für ein halbes Jahr Arbeit liefern. Bisher wird dies von Seiten der Geschäftsführung nicht bestätigt. Marco Butzkus
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Es ist passgenaue Maßarbeit, den 294 Meter langen Kreuzfahrtriesen aus dem Dock zu bugsieren.

Einmal britisch winken bitte: Dieses Crewmitglied wollte ganz sicher gehen, dass seine Abschiedgrüße auch wahrgenommen werden.