Direkt zum Seiteninhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen Direkt zur Suche springen Direkt zur Hilfeseite springen
Seestadt Bremerhaven
     
Inhaltsbereich überspringen

Politische Bildung mit anderen Mitteln: Arbeitnehmerkammer Kulturell

10.09.2012

Bilder von Künstlern, die bereits im Capitol aufgetreten sind.
Am Mittwoch, 12. September, startet die aktuelle Spielzeit der Arbeitnehmerkammer Kulturell. Volker Pispers wird dann fast 700 Gäste im jetzt schon komplett ausverkauften Großen Haus des Stadttheaters auf eine Reise entlang seines kauzigen Humors mitnehmen. Marco Butzkus hat sich mit der „Schafferin“ des Kabarett-Standortes Bremerhaven Gundula Ott-von Bonin über die ersten Schritte, Gegenwart und Zukunft der Veranstaltungsreihe unterhalten.

Frage:
Seit wann organisieren Sie die Veranstaltung Arbeitnehmerkammer Kulturell im Capitol und warum eigentlich?

Gundula Ott-von Bonin:
Seit dem Herbst 1988. Hintergrund dafür ist das Kammergesetz. Darin steht, dass sich die Arbeitnehmerkammer für die kulturellen Belange ihrer Mitglieder einzusetzen hat. Wir sehen die Reihe als politische Bildung mit anderen Mitteln. Im Capitol sind wir allerdings erst seit 1993. Davor waren wir beispielsweise im Lehe-Treff, in der Eupener Straße.


Frage:
Welchen Stellenwert hat die Reihe inzwischen – auch überregional?

Gundula Ott-von Bonin:
Einen sehr hohen Stellenwert. Nicht umsonst sagt man. „Kabarett gibt’s im Capitol“. Die Beliebtheit der Bremerhavener Spielstätte ist gleichermaßen groß – bei Besuchern, wie Künstlern auch. Das Bremerhavener Publikum gilt als sehr neugierig auf unbekannte Künstler. Das Capitol mit dem angeschlossenen Foyer ist ein Ort des Treffens und der intelligenten Unterhaltung. Rund ein Drittel der Gäste kommt aus dem weiteren Umkreis der Stadt.


Frage:
Die Künstler kommen aus ganz Deutschland – ist Bremerhaven durch Ihren persönlichen Einsatz zu einem Geheimtipp in der Szene geworden?

Gundula Ott-von Bonin:
Die Künstler melden sich bei uns, weil sie bei uns auftreten wollen. Auftritte im Capitol gehören inzwischen in die Agenda, denn Bremerhaven hat in Sachen Kabarett einen extrem guten Namen. Das war aber nicht immer so. Als wir hier anfingen, mussten wir die Künstler regelrecht „anlocken“, in dem wir ihnen anboten eine Hafenrundfahrt mit ihnen zu machen oder lecker Fisch essen zu gehen. (lacht)


Frage:
Wie groß ist der Aufwand für die Organisation der Veranstaltungsreihe?

Gundula Ott-von Bonin:
Das ist eine komplette Vollzeitstelle. Ich mache hier faktisch alles vom Vorverkauf bis zum Abreißen der Eintrittskarten. Der Job umfasst Marketing, PR, Verpflichtung und Betreuung der Künstler und den Verwaltungsbereich ebenso. Ich arbeite in langen Planungsphasen, um die 30 bis 35 Veranstaltung pro Spielzeit zu organisieren. Das Programm für 2013 ist jetzt schon komplett abgeschlossen.


Frage:
Mit „Volker Pispers“ tritt ein Künstler der Reihe praktisch außer der Reihe im Stadttheater auf, anstatt auf der üblichen Bühne. Wird das Capitol angesichts des steigenden Erfolgs zu klein für die Veranstaltung.

Gundula Ott-von Bonin:
Das Capitol ist mit seinen 200 Plätzen in der Tat etwas klein. Wir würden idealerweise einen Saal für ungefähr 350 Gäste benötigen. Es hat aber in diesem Fall nichts damit zu tun, dass Pispers im Stadttheater auftritt. Wir haben vor Jahren schon die Veranstaltungsreihe „Arbeitnehmerkammer Kulturell EXTRA“ ins Leben gerufen. Hintergrund war dabei zum einen, dass es immer wieder Künstler gibt, die besondere technische Voraussetzungen benötigen, die wir im Capitol nicht anbieten können. Zum  anderen kommt es aber auch vor, dass die Künstler so populär sind, dass unheimlich viele Menschen sie sehen möchten. Beispielsweise das Stadttheater mit seinen fast 700 Plätzen war bei Volker Pispers innerhalb von 14 Tagen ausverkauft.


Frage:
Das heißt, wir dürfen uns noch länger über Arbeitnehmerkammer Kulturell im Capitol Bremerhaven freuen?

Gundula Ott-von Bonin:
Ja, ganz sicher sogar. Wenn nicht ganz plötzlich ein Saal mit 350 bis 400 Sitzplätzen in der Stadt entstehen sollte, werden wir in der urigen Atmosphäre des Capitol bleiben.

Marco Butzkus

 

externer Link:  Programmflyer der aktuellen Spielzeit

Sie haben Fragen zu dieser Seite?

Nina Jüchtern Dann senden Sie einfach eine E-Mail an Nina Jüchtern
nina.juechtern at bit.bremerhaven.de
Icon Ihre Meinung
Bewertung dieser Seite: nicht bewertet

Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/meer-erleben/stadtleben/politische-bildung-mit-anderen-mitteln-arbeitnehmerkammer-kulturell.52431.html
© bremerhaven.de 2009