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Seestadt Bremerhaven
     
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Mit Stil, Charme und Mikrofon: Seestadt-Deern Hannah Piel veröffentlicht erste Single

02.08.2012

Hannah Piel, an einem ihrer Lieblingsplätze in der Stadt: An der alten Geestemole.
Ihre erste Single „Reicht es Dir nicht“ ist seit Mitte Juni über den Online-Shop iTunes erhältlich. Die gebürtige Bremerhavenerin Hannah Piel hat das Heft in die Hand genommen, um ihren persönlichen Traum zu verwirklichen: Sie möchte singen, ihre in Musik gefassten Gedanken mit anderen teilen. Obwohl die 32-Jährige seit vielen Jahren in der Nähe von Hamburg wohnt, hängt ihr Herz noch immer an Bremerhaven. Ein bis zweimal im Monat ist sie hier um Freunde, Verwandte und ihre Stadt zu besuchen. Marco Butzkus hat sie bei einem ihrer Besuche getroffen und mit Hannah Piel über ihre Musik, Heimatverbundenheit und Zukunftsträume gesprochen.

Als wir uns telefonisch zu dem Interview verabreden, frage ich Hannah nach einem möglichen Ort dafür. Sofort und ohne Umschweife schießt es aus ihr heraus: „Geestemole, unten am Deich – weißt Du, wo das ist?“. Dann lacht sie los: „Entschuldige, Klar weißt Du das“. „Ja“, sage ich, „Du meinst da, wo die Pärchen immer zum Knutschen hinfahren“. Wieder ernte ich Gelächter aus dem Telefon, ergänzt von einem „habe ich nie gemacht“. Hannah Piel ist offensichtlich nicht auf den Mund gefallen. Das wäre aber auch hinderlich - bei dem, was sie vorhat.

Hannah ist ungefähr 1,70 Meter groß, sportlich, hat lange braune Haare und große braune Augen. Die junge Frau kommt selbstbewusst auf mich zu: „Hallo, ich bin Hannah“, lächelt sie mich an. Warum sie diesen Ort gewählt hat, frage ich sie. Hier kann man prima sehen, wie die Stadt sich verändert hat, wie schön sie geworden ist, sagt sie, während sie auf die neue Bremerhavener Skyline schaut. Vor mehr als 10 Jahren ist Hannah, die damals noch Milli Schulte hieß, von hier fort gegangen. Der Liebe und der Arbeit wegen. Ihre Reise führte nach Bremen, München später in den Ruhrpott und schließlich nach Hamburg. Ihre Heimat hat sie jedoch nie vergessen.

In Lehe ist Hannah aufgewachsen, zusammen mit acht Geschwistern. Als Kind ging sie auf die Deich- und später auf die Körnerschule. Ihr Papa stammt von den Philippinen, ihre Mama aus Bremerhaven. Große Teile ihrer Kindheit verbringt Milli im Speckenbüttler Park. „Wir haben immer versucht auf das kleine Parktor rauf zu klettern, für uns war das so etwas wie unser Schloss“, lacht sie. „Wir haben gleich nebenan gewohnt“. An die Zeit erinnert sich die inzwischen 4-fache Mutter sehr gerne zurück. „Ich habe getobt und geklettert wie ein Junge“, sagt sie.

Bereits als Kind ist ihr klar, dass sie auf die Bühne möchte, singen will. Sie schleicht sich abends auf den Schulhof der Deichschule und singt dort heimlich Opernarien. „Das waren komplette Fantasietexte, aber ich habe immer versucht, die Melodien zu singen“, sagt sie selbstbewusst. Für den Schritt auf die Bühne hat es nur ganz selten gelangt, nur mal bei Familienfeiern. Im Schulchor wollte man sie nicht. Sie war nach Ansicht der Lehrer einfach nicht chortauglich. Der Traum von der Bühne rückt immer weiter ins Hintertreppchen. Als Teenager zieht es sie zu den Cheerleadern der Bremerhaven Seahawks. Auf dem Ami-Markt singt sie dann zum ersten Mal Karaoke – „Er gehört zu mir“, von Marianne Rosenberg, erinnert sie sich strahlend.

Ende der Neunziger verlässt sie Bremerhaven, macht eine Lehre zur Groß - und Einzelhandelskauffrau in Bremen. Ihr Partner arbeitet bei einem großen Automobilhersteller in Bayern, beide pendeln viel zwischen Bayern und Bremen. Das gemeinsame Leben reduziert sich auf Wochenenden und Urlaub. Trotzdem nutzt Hannah jede sich ihr bietende Gelegenheit, um nach Bremerhaven zu kommen. Als sie bei einem Paketauslieferservice anfängt, tauscht sie mit Kollegen oft die Fahrten: immer so, dass sie in ihre Heimatstadt fahren kann.

Die kreative Frau schreibt in den folgenden Jahren viele Texte, singt aber nur für ihre Kinder. Eines Abends, als sie Besuch von Freunden hat, geht sie ins Schlafzimmer, um ihrer Tochter ein Lied zum Einschlafen zu singen. „Sie mochte keine Kinderlieder mehr, also sollte ich etwas aus den Charts singen – den Grand Prix Song von Max Mutzke – I just can‘t wait until tonight“. Ohne, dass sie es bemerkt, ist das Babyfon eingeschaltet. Als Hannah in das Wohnzimmer zu ihren Gästen zurückkehrt, empfangen diese sie mit tosendem Applaus. Dieses Erlebnis rüttelt sie wach, weckt ihren Traum neu auf. Sie nimmt Gesangsunterricht und belegt Kurse bei der Stage School Hamburg. Sie knüpft Kontakte in der Hamburger Musikszene und bezahlt dabei auch viel Lehrgeld. Viele in dem Geschäft sind hauptsächlich darauf aus Geld zu verdienen, allerdings eher an als mit ihr, sagt die Sängerin.

Hannah produziert dennoch ihre erste eigene Single, holt sich hierfür Unterstützung vom Sänger und Komponisten „Zcalacee“. Der Song externer Link:  „Reicht es Dir nicht“ stammt zwar nicht aus ihrer eigenen Feder, dennoch spiegelt er Ihre Gedanken und Lebenserfahrungen wieder. Die stimmliche Vielfalt ist, genauso wie die optische Gestaltungsfähigkeit, eine der großen Stärken von externer Link:  Hannah Piel. Ihre soulige Stimme ist berührend und geht genauso sehr unter die Haut wie der Text ihrer Debütsingle. Das Video zum Song ist jetzt auf Youtube zu sehen. Hannah in Bremerhaven sicherlich auch bald wieder – nicht nur auf der Geestemole.   Marco Butzkus

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