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Seestadt Bremerhaven
     
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Mehr Zugang zum „Meer“ und größere Attraktivität: Geestemünde geht zum Wasser

13.08.2012

Gestaltungsskizze des Projektes "Geestemünde geht zum Wasser".
Der Stadtteil Geestemünde hatte früher eine ganz besondere Nähe zum Wasser. Am Elbinger-Platz finden sich zwei Zeugen jener Zeit, in der Geestemünde der zentrale Versorgungspunkt der Stadt war – der Holzhafen und der Handelshafen. Diese beiden Wasserflächen sollen nun wieder näher an das Geestemünder Zentrum herangerückt werden. Insgesamt kostet das Projekt mehr als 630.000 Euro. 210.000 Euro davon bezahlt die Stadt. Die Restsumme wird über EU-Mittel finanziert. Der Start des Projektes  ist 2013. Ein Jahr später soll alles fertig sein.

Erstmals seit rund 20 Jahren hat Bremerhaven keine Einwohner mehr verloren, sondern sogar ein paar Bürger dazugewonnen. Von diesem Trend sollen auch Stadtteile wie Geestemünde profitieren, die mit Leerständen und Überalterung zu tun haben. Mit dem Projekt „Geestemünde geht zum Wasser“ soll der Stadtteil attraktiver werden und die alten Warenumschlagsplätze Holzhafen und Handelshafen wieder näher aneinander „rücken“. Das Ergebnis:  Mit dem Blick aufs Wasser hofft man, wieder mehr Lebensqualität und damit Bewohner in den Stadtteil zubringen. Speziell der direkt am Elbinger-Platz gelegene Jachthafen spielt dabei eine besondere Rolle. Er  wird im Zuge des Projekts offener und einladender gestaltet.

Mit den geplanten Maßnahmen soll die fuß- und radwegige Anbindung des Geestemünder Zentrums an die wassernahen Aufenthaltsbereiche deutlich verbessert werden. Dabei ist die lichtfreundliche Ausgestaltung der Grünräume ein sehr wichtiges Element. Die Planer hinter „Geestemünde geht zum Wasser“ verfolgen auch noch ein weiteres Ziel: Einen Anreiz für Investitionen zu schaffen. Mit einer Attraktivierung des Gebietes möchte man Impulsgeber für Hauseigentümer in dem Areal sein. Attraktive Wohnquartiere benötigen neben einer hohen Lebens- und Aufenthaltsqualität auch moderne und attraktive Wohnungen. Wenn die Eigentümer dort in ihre Immobilien investieren, ist das Projekt auf jeden Fall erfolgreich.

Die größte Herausforderung innerhalb des Projektes dürfte ganz sicher die Querung vom Holzhafen zum Jachthafen an der Kreuzung Georgstraße sein. Momentan ist es sehr umständlich, von einer Seite auf die Andere zu kommen. Eine finanzierbare Lösung für diesen zentralen Knotenpunkt zu entwickeln, dürfte eine echte Herkulesaufgabe werden. Laut Stadtplanungsamt ist die Kreuzung Elbinger-Platz mit rund 40.000 Fahrzeugen pro Tag der Ort mit der höchsten Verkehrsdichte in der ganzen Stadt. Jeder  noch so kleine Eingriff in diesen Verkehrsfluss muss genauestens geplant werden.


Insgesamt drei Phasen umfasst das gesamte Projekt:


Holzhafen:

Hier entsteht ein neuer Weg in Richtung Elbinger-Platz, um die alte Kanalverbindung zum Handelshafen symbolisch herauszustellen. Die Gestaltung des Weges soll dabei an das Holz erinnern, das ursprünglich über diese Achse in den Holzhafen geflößt wurde. Auch die Beetanlagen, an der Memento-Maris-Skulptur zur großen Kreuzung hin, sollen offener gestaltet werden, so das eine Sicht über den Elbinger-Platz zum Jachthafen möglich ist.

Kreuzungsbereich Ulmen- und Schultzstraße:

Der aus südlicher Richtung kommende Radweg wird deutlicher an den Jachthafen herangeführt. Die neue Gestaltung dieses Bereiches bevorzugt ganz klar Fußgänger und Radfahrer. Es ist denkbar, dass dafür dort auch der Autoverkehr neu geordnet werden muss.

Jachthafen und Handelshafen:

Die Grünfläche zwischen dem Jachthafen und dem Elbinger-Platz wird geöffnet und neu gestaltet. Geplant sind dabei verschiedene Aufenthaltsplätze. Besonders wichtig ist es dabei aus der Sicht der Planer, den Blick auf das Wasser wieder freizugeben. Hinter der alten Kanalbrücke führt später ein Weg am Handelshafen entlang bis zum Deich. Dadurch werden die neue Bebauung an der Köperstraße und die Forschungs- und Entwicklungsmeile an der Bussestraße sowie der Geestevorhafen mit eingebunden.    Marco Butzkus


Geestemünde geht zum Wasser:


Baubeginn: 2013
Baufertigstellung: 2014

Beteiligte Ämter:

Stadtplanungsamt
Umweltschutzamt
Gartenbauamt

Beteiligte Institutionen und Gremien:

BIS Wirtschaftsförderung
bremenports
Stadtteilkonferenz Geestemünde

Gesamtkosten: 632000 Euro, davon 210000 aus städtischen Haushaltsmitteln.

EU-Förderung durch EFRE und Stadtumbau West.

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marco.butzkus at bit.bremerhaven.de
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Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/meer-erleben/stadtleben/mehr-zugang-zum-meer-und-groessere-attraktivitaet-geestemuende-geht-zum.51921.html
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