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Seestadt Bremerhaven
     
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Die größte Story, die je erzählt worden ist: Jesus Christ Superstar im Stadttheater

25.10.2012

Szenenbild: Jesus Christ Superstar
Die Rockoper „Jesus Christ Superstar“, die von Tim Rice persönlich als „die größte Story, die je erzählt worden ist“ bezeichnet wurde, wird im Stadttheater Bremerhaven aufgeführt. Ein Sinfonieorchester, eine Rockband, mehrere Solisten und Chöre – das sind insgesamt bis zur 45 Akteure, die zeitgleich auf der Bühne wirken werden. Schon alleine die Fakten der Aufführung lesen sich wie ganz große Unterhaltung. Hinzu kommt Dirk Böhling, der sich für die Inszenierung verantwortlich zeigt. Seine Aufführungen der „Rocky Horror Show“ und dem „Little Shop of Horrors“ gelten bis heute legendär in Bremerhaven. Ab Sonnabend, 27. Oktober sind für die laufende Spielzeit 18 Aufführungen geplant.

Im Mittelpunkt des „Skandalstückes“, das 1971 von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice produziert wurde, steht die Frage, wie unsere Welt mit einem Messias umgeht und wer dabei welche Rolle übernimmt. Die Rockoper handelt im Original von den letzten sieben Tagen im Leben Jesu. Die Vorstellung, die biblische Geschichte mit Rockmusik zu paaren, war seinerzeit undenkbar und führte zu massiven Protesten christlicher Gruppen. Auch in Deutschland wurden Inszenierungen des Stückes bis in die 1980er Jahre hinein als „Gotteslästerliches Werk“ tituliert.

Aus der Sicht des Regisseurs externer Link:  Dirk Böhling, der im Übrigen vor 15 Jahren hier in Bremerhaven seine Regiekarriere begann, ist die Geschichte des Stückes heute noch so aktuell wie früher. „Die Art und Weise wie Macht ausgeübt wird, mag wohl anders erscheinen, dennoch wird der Unbequeme mit seinen störenden Ideen noch immer gerichtet. Die Rolle des Schlachters übernehmen dabei heute sehr gerne die Medien“, sagt der 47-Jährige. Der Regisseur macht den Zuschauern das Angebot, die Lesart der Geschichte für sich selbst zu bestimmen. Die Handlung spielt an einem neutralen Ort. „Ein Mensch tritt mit neuen Ideen auf und stört dabei die Mächtigen. Was dann passiert, darf jeder für sich selbst interpretieren. Man muss aber nicht an Gott glauben, um das Stück zu mögen“, bringt Böhling es auf den Punkt.

Die Umsetzung der Rockoper ist für das Stadttheater eine echte Herausforderung. Der musikalische Leiter externer Link:  Volker M. Plangg hat bereits 1983 in Kaiserslautern an einer Inszenierung des Stückes mitgewirkt. Außerdem arbeitete Plangg bereits am Broadway in New York und war musikalischer Leiter bei der Erstaufführung vom „Phantom der Oper“ in Hamburg. Als Dirigent wird er nicht nur das Orchester des Stadttheaters leiten. Er muss zusätzlich auch die Rockband miteinbeziehen. Diese sitzt in einem Raum fernab der Bühne. Dirigent und Musiker sehen sich dabei nur über ihr Monitorbild. Für Plangg liegt die große Faszination des Stückes noch immer in der Kombination der hohen Rockstimmen und der klaren Opernstimmen. Diese sind aus seiner Sicht exzellent besetzt. Besonderes Ohrenmerk verdienen dabei Martin Markert (Jesus), David Jakobs (Judas) und vor allem der Bariton Olaf Plassa, der den Pilatus gibt.

Neben dem unglaublich umfangreichen Bühnenbild und der Ausstattung, für die sich Mike Hahne verantwortlich zeigt, sind vor allem die Schwesternkünste gefordert, wie Regisseur Böhling sie gerne nennt. Gemeint sind damit die Theaterbereiche Maske, Requisite, Werkstätten und dergleichen. Alles in allem sind bei dem Stück mehr als hundert Leute gebunden. Schließlich müssen Schauspieler, Tänzer und Statisten geschminkt, verkleidet und versorgt werden. In Anbetracht dessen, dass schon mal zwischen 40 und 50 Personen gleichzeitig auf Bühne agieren, ist das eine echte Herkulesaufgabe für alle. Das Theater hat im Übrigen nach wie vor großes Interesse an männlichen Statisten, die an dem Stück mitwirken möchten. Laut Spielplan sind in der laufenden Saison 18 Aufführungen geplant. Nähere Informationen dazu bekommen Interessierte direkt beim Stadttheater Bremerhaven.   Marco Butzkus


Weitere Infos entnehmen Sie bitte dem aktuellen externer Link:  Spielplan des Stadttheaters Bremerhaven.

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