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Seestadt Bremerhaven
     
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Besucherrekord im Fischereihafen: Kein Platz mehr frei beim Open-Air-Kino

05.08.2012

Das Schaufenster Fischereihafen als maritime Kulisse für das Freiluftspektakel: Über die Riesenleinwand von Kino im Hafen flimmert der Film „Türkisch für Anfänger“. Fotos: Moritz
Um 21.50 Uhr ging gar nichts mehr. Bevor beim Kino im Hafen der Projektor für den Auftaktfilm angeworfen wurde, ließ Organisator Bernd Glawatty den Veranstaltungsplatz vorsichtshalber sperren. Denn mit rund 5000 Zuschauern war das Schaufenster Fischereihafen am Freitagabend, 3. August, restlos überfüllt. Neuer Publikumsrekord in den 17 Jahren des Freiluftspektakels.

Für Glawatty und die Sicherheitsexperten des Technischen Hilfswerks mutete das volle Haus schon etwas beängstigend an: Wären noch mehr Besucher auf das Open-Air-Gelände geströmt, hätten die notwendigen Fluchtwege nicht mehr freigehalten werden können. Wer draußen bleiben musste, wurde auf den zweiten Tag vertröstet. Da kamen mit 2500 bis 3000 nicht ganz so viele, aber mit fast 8000 Zuschauern an zwei Abenden konnte der Organisator hochzufrieden sein. Kino im Hafen erwies sich wieder als Veranstaltung, die aus dem Kulturfahrplan seit 1995 nicht mehr wegzudenken ist.

Dazu trugen sowohl attraktive Filme als auch der glückliche Umstand bei, dass das Freiluftkino in diesem Jahr vom Regen verschont blieb. An beiden Tagen tobten zwar tagsüber Gewitter über Bremerhaven, doch als dann die Zuschauer anrückten, blieb es trocken. Am Freitag konnte Kino im Hafen daher an einem lauen Sommerabend über die Bühne gehen.

Vor der maritimen Kulisse des Schaufensters flimmerte der Spielfilm „Türkisch für Anfänger“ über die an 20 Containern aufgehängte Großleinwand. Neben den Stammgästen des kostenlosen Spektakels amüsierte die Kinoversion der gleichnamigen ARD-Serie auch zahlreiche junge Besucher, wie Glawatty beobachtete: „Unter denen gab es viele neue Gesichter.“

Die turbulente Geschichte um die chaotischen Multikulti-Familien Schneider und Öztürk lockte zudem nicht zuletzt auch türkische Zuschauer und andere Migrantengruppen an. „Unser Konzept, jüngere Leute anzusprechen, ist voll aufgegangen“, freute sich der Organisator. Zur entspannten Atmosphäre passte auch das positive Echo auf die Neuauflage der Tombola, die seit dem vergangenen Jahr zur Finanzierung des Open-Air-Kinos beiträgt. Schon am Ende des ersten Abends konnte Glawatty verkünden, dass von den 3000 Losen bereits 2200 zum Stückpreis von zwei Euro verkauft waren.

Tags darauf zückte dann Robert Shaw als „Der scharlachrote Pirat“ vor nicht ganz so dicht gedrängten Reihen seinen Degen. Auch bei der zweiten Freiluft-Vorstellung brauchten die Regencapes nicht ausgepackt zu werden, obwohl die Wetteraussichten bis zum letzten Moment ungewiss waren. Die Riesenwolke, die sich auf Bremerhaven zubewegte, zog jedoch an der Stadt vorbei und ging weiter nördlich nieder. Deshalb blieb auch die 185 Quadratmeter große Leinwand von der Nässe verschont und musste nicht hinterher, wie in manchen Vorjahren, in der Stadthalle zum Trocknen aufgehängt werden.

„Unter den etwas widrigen Wetterverhältnissen war auch der zweite Tag ein Erfolg“, zog Glawatty zufrieden Bilanz. Mit dem „Scharlachroten Piraten“ aus dem Jahr 1976 hätten die Zuschauer noch einmal einen Streifen auf Großbildleinwand sehen können, der bald wohl nicht mehr in einem Kinoprogramm auftauchen werde. Grund: die digitale Aufrüstung der Filmtheater. Die sei so kostspielig, dass ältere, analoge Produktionen wie das Piratenabenteuer künftig im Archiv verschwänden und höchstens noch auf dem kleinen TV-Bildschirm gezeigt würden.   Wilfried Moritz

Weitere Informationen:

Riesenleinwand am Containerturm: Alles bereit für Freiluft-Kino im Fischereihafen




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