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Salz-Notstand beim Winterdienst: Jetzt muss Sand gestreut werden

01.02.2010

In vollem Einsatz: Schneepflug der Entsorgungsbetriebe Bremerhaven
Die Silos des Winterdienstes sind leer: Nach etlichen anderen Städten ist nun auch Bremerhaven das Streusalz ausgegangen. Ab sofort kann auf den Hauptverkehrsstraßen und den Buslinien nur noch mit einem Gemisch aus Sand und Salzlauge gestreut werden.

 

Baustadtrat Volker Holm, Betriebsleiter der Entsorgungsbetriebe Bremerhaven (EBB): „Am Wochenende sind die eisernen Salzvorräte zur Neige gegangen. Der lang anhaltende, eiskalte und schneereiche Winter zeigt dem Winterdienst leider seine Grenzen auf." Die EBB haben zwar 340 Tonnen Salz, von denen 312 Tonnen im Silo und 38 Tonnen im Schuppen eingelagert werden sollten, sowie 25 Tonnen Split bestellt. Doch die Aussicht auf eine Lieferung noch in diesem Winter ist gering. Holm: „Das geförderte Salz geht laut Deutschem Straßendienst mit Vorrang an die Autobahnmeistereien."

Immer knapper wird auch das noch zeitweise erhältliche Rückstandssalz, das wegen minderwertiger Qualität nicht im Silo gelagert werden kann und von den Entsorgungsbetrieben mit Mauersand gemischt wird. Auf den Hauptverkehrsstraßen und den Buslinien setzen die EBB daher jetzt Mauersand und 22-prozentige Sole (Salzlauge) ein. Eine Lösung des Salz-Engpasses durch einen Wetterumschwung ist unterdessen nicht in Sicht: Der Winter soll Bremerhaven auch in den nächsten Tagen fest im Griff haben.

  • Weitere Infos: Stadtrat Volker Holm, Tel. 590-3200

 

 


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