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Seestadt Bremerhaven
     
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Spatenstich für den Erweiterungsbau des Auswandererhauses

13.04.2011

Mit Kulturstaatsminister Neumann, Wirtschaftssenator Günthner und Stadtverordnetenvorsteher Beneken

Der feierliche Spatenstich für den Erweiterungsbau des Deutschen Auswandererhauses (von links nach rechts) BEAN-Geschäftsführer Dr. Alfred Lüneburg, Architekt Andreas Heller, Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Wirtschaftssenator Martin Günthner, Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken, Bürgermeister Michael Teiser und Museumsdirektorin Dr. Simone Eick
© Deutsches Auswandererhaus
Mit einer Zeremonie feierte das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven am 15. April den Baubeginn seines Erweiterungsgebäudes. Am historischen Neuen Hafen kamen Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der Senator für Wirtschaft und Häfen Martin Günthner und Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken zusammen, um den Spatenstich feierlich zu begehen. Im Frühjahr 2012 soll der erweiterte Museumsrundgang eröffnet werden. Dann wird es sechs neue Ausstellungsräume im Erweiterungsbau sowie drei umgestaltete Stationen im Rundgang des Hauptgebäudes geben. Die bestehende Hauptausstellung bleibt während der gesamten Zeit für die Besucher geöffnet.

Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau sowie den teilweisen Umbau des bisherigen Gebäudes belaufen sich auf insgesamt 4,5 Millionen Euro. Jeweils zwei Millionen Euro finanzieren der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie das Land Bremen mit Unterstützung des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE); mit 500.000 Euro beteiligt sich die private Betreibergesellschaft des Museums „Paysage House 1 – Gesellschaft für Kultur und Freizeit mbH & Co. KG“. Die Seestadt Bremerhaven mit der Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen mbH & Co. KG (BEAN) stellt dem Deutschen Auswandererhaus das Grundstück neben dem bestehenden Hauptgebäude in den Havenwelten zur Verfügung.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann sagte: „Das Deutsche Auswandererhaus ist ein in Deutschland einmaliges Themenmuseum von nationaler und internationaler Bedeutung. Denn es ist die museale Einrichtung in Deutschland, die das gesellschaftlich relevante Thema der Migration entsprechend seiner kulturellen Bedeutung vermittelt. Die Besucher werden anschaulich und emotional anhand individueller Lebensschicksale auf eine Zeitreise in die Migrationsgeschichte entführt. Das Deutsche Auswandererhaus verdeutlicht: Migration und Integration gehören zusammen. Sie sind zentrale gesellschaftliche und politische Zukunftsthemen.”

Wirtschaftssenator Martin Günthner: „Das Auswandererhaus hat sich als touristischer Magnet in den Havenwelten etabliert und weit über die Stadtgrenzen hinweg auf die historische Rolle der Seestadt aufmerksam gemacht. Die Erweiterung ist die logische Konsequenz erfolgreicher Arbeit und fester Bestandteil des landesweiten Tourismuskonzeptes. Nur wer weiter denkt bleibt vorne mit dabei und kann dauerhaft die hohen Besucherzahlen verfestigen. Mit der Erweiterung um das Thema Einwanderung wird auch ein in Deutschland hochsensibel diskutiertes Thema aufbereitet. Für eine sachliche und zeitgemäße Diskussion kann dies nur positiv sein.“

Auch für Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken ist das Deutsche Auswandererhaus ein kultureller Leuchtturm: „Die Geschichte der Migration, die unmittelbar mit Bremerhaven verknüpft ist, wird sehr authentisch im Deutschen Auswandererhaus dargestellt. Deshalb ist dieses Museum ein wichtiger Baustein für einen anspruchsvollen Tourismus, wie ihn Bremerhaven mit den Havenwelten geschaffen hat.“

Seit der Eröffnung des Museums im August 2005 haben mehr als 1,2 Millionen Menschen das Deutsche Auswandererhaus besucht. In der bisherigen Ausstellung stand Deutschland als Auswanderungsland im Mittelpunkt. Die Gäste begleiten auf ihrem Rundgang die Lebensgeschichten realer Auswanderer, die über Bremerhaven in die Neue Welt gereist sind.

Im Erweiterungsbau, den die Museumsbesucher über eine neun Meter lange gläserne Brücke erreichen, wird ein Perspektivwechsel vollzogen. Der historische Rundgang führt dann zurück in die Gegenwart. Es werden dort auch Einwandererbiografien gezeigt, deren Lebenswege in den letzten 300 Jahren nach Deutschland führten. „So erhalten unsere Besucher die Möglichkeit, die Chancen und Risiken von Migration im Gestern und Heute zu vergleichen. Am Ende stehen Familien und Einzelpersonen beim Museumsrundgang im Mittelpunkt: Sie bilden die kleinsten Gemeinschaften in unserer Gesellschaft – prägende Pro- und Contra-Meinungen zum Thema Integration entstehen am häufigsten dort”, erläuterte Dr. Simone Eick, Direktorin des Deutschen Auswandererhauses, das erweiterte Ausstellungskonzept.

Mit Blick auf die Gestaltung sagte Andreas Heller, der für die Architektur und Konzipierung beider Gebäude verantwortlich zeichnet: „Wir haben uns ganz bewusst beim Erweiterungsbau für eine klare am Hauptgebäude angelehnte Formensprache entschieden. So symbolisieren die Materialien Sichtbeton und Holz gleich bleibende Charakteristika von Auswanderung, Flucht und Vertreibung: die Härte des Unwiderruflichen, des Fremdseins und das Weiche der eigenen Verletzlichkeit.”

Das Deutsche Auswandererhaus, 2007 mit dem renommierten Europäischen Museumspreis EMYA ausgezeichnet, sammelt vor allem Lebensgeschichten und Erinnerungsobjekte von Migranten. Das Sammlungs- und Forschungskonzept wird nun wie das Ausstellungskonzept erweitert um die Biografie- und Mentalitätsgeschichte von Einwanderern nach Deutschland. Noch stärker als bisher wird künftig eine vergleichende Forschung von historischer und aktueller Migration stattfinden, um deren prozesshaften und transnationalen Charakter untersuchen und vermitteln zu können.

Das Deutsche Auswandererhaus – konzipiert und gestaltet vom Hamburger Planungsbüro Andreas Heller Architects & Designers – ist ein Private Public Partnership-Projekt, das aus den Mitteln des Landes Bremen und der Stadt Bremerhaven realisiert wurde und seitdem von der privaten Betreibergesellschaft „Paysage House 1 – Gesellschaft für Kultur und Freizeit mbH & Co. KG“ betrieben wird. Es erhält für den laufenden Betrieb keine staatlichen Subventionen und ist in dieser Konstellation einzigartig in der deutschen Museumslandschaft.

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Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/meer-erleben/sehenswertes/museen-erlebniswelten/deutsches-auswandererhaus-bremerhaven/spatenstich-fuer-den-erweiterungsbau-des-auswandererhauses.39458.html
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