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Seestadt Bremerhaven
     
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Havenbrücke für Deutschen Brückenbaupreis nominiert

16.12.2009

Hingucker in den Havenwelten: die gläserne Brücke über dem Alten Hafen
Die gläserne Havenbrücke ist für den Deutschen Brückenbaupreis 2010 nominiert worden. Diese Auszeichnung wird von der Bundesingenieurkammer und dem Verband Beratender Ingenieure vergeben. Die Preisverleihung findet am 15. März 2010 in Dresden statt. Schirmherr ist Bundesbauminister Peter Ramsauer.

Das gläserne Bauwerk über dem Alten Hafen wurde in der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken" gemeinsam mit zwei Brücken in Eichstätt (Bayern) und Saßnitz auf Rügen ausgewählt. Zwei weitere aus Mühlberg und Wurzen sowie die neue Rügenbrücke bei Stralsund gehen in der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken" ins Rennen. Der Brückenbaupreis wird seit 2006 alle zwei Jahre vergeben. Die Auszeichnung geht an die Bauwerke und die verantwortlichen Ingenieure. Bei der Preisverleihung in Dresden erwarten die Veranstalter mehr als tausend Gäste. Hauptsponsor ist die Deutsche Bahn AG.

Die Havenbrücke, die das Mediterraneo und das Klimahaus mit dem Columbus-Center verbindet, wurde im Oktober 2008 freigegeben. Für die 42 Meter lange Glasröhre wurde 330 einzelne Scheiben und 300 Tonnen Stahl verbaut. Am 2. Oktober 2009 konnte sie nach einigen technischen Problemen offiziell eingeweiht werden.

Die Begründung der Jury für die Nominierung:

Die neue Brücke verbindet nicht nur die Stadt Bremerhaven mit den Sehenswürdigkeiten am Alten Hafen, die gläserne Stahl- und Glasröhre entpuppt sich zugleich als begeh- und drehbare Skulptur. Besonders gelungen ist dabei die stimmige Verknüpfung von Maschinentechnik und Baukonstruktion. So werden die Drehbewegungen zum Öffnen des Bauwerks für Schiffsdurchfahrten zum Erlebnis für Anwohner und Besucher.

Durch die Material- und Formenwahl ist die Brücke harmonisch in das architektonische Gesamtkonzept der Umgebung integriert. So besteht ein enger Bezug zur angrenzenden Bebauung, die Konstruktion der Einhausung mit Spanten und Rippen als Reminiszenz an einen Schiffsrumpf symbolisiert den maritimen Standort. Die transparente Glaseinhausung verbindet Witterungsschutz für die Passanten mit freiem Ausblick auf die Umgebung. Das Beleuchtungskonzept unterstützt auch nachts die Erlebbarkeit der Brücke.

Haupttragwerk der Brücke ist ein stählerner, mehrzelliger Hohlkasten, der durch ein geschweißtes Röhrensystem aus horizontalen Druck- und diagonalen Zugstäben zwischen elliptischen Vollrahmen zusätzlich ausgesteift wird. Das statische Längstragsystem besteht aus dem beidseitig auskragenden drehbarem Mittelteil und anschließenden Ein- bzw. Zweifeldträgern. Besonders markant ist die Integration der aufwändigen Maschinentechnik mit Drehkranz und Hydraulikantrieb in die Brückenkonstruktion.

Das Bauwerk ist die zentrale Verbindung zweier publikumsträchtiger Zentren Bremerhavens. Die besondere Art der Konstruktion erlaubt die komfortable Nutzung der Querung - gut geschützt bei jeder Witterung. Die Lösung als Drehbrücke ermöglicht die Durchfahrt von Schiffen mit einer lichten Durchfahrtsbreite von ca. 14 m und Aufbauten unbegrenzter Höhe. Gesteuert wird der Drehvorgang per Fernüberwachung.

Die Besonderheit der Brücke ist die Integration aller Teilfunktionen wie Wegeführung, Witterungsschutz und Beweglichkeit in einem überzeugenden Gesamtbauwerk. Durch die konsequente Nutzung von standardisierten Bauelementen und Konstruktionsteilen wurde dabei trotz der komplexen Aufgabenstellung eine hohe Wirtschaftlichkeit erreicht.

Situationsgerecht wurden die Stahlbauteile im nahegelegenen Werk weitgehend vorgefertigt, mit Pontons zur Baustelle transportiert und mit Kranen montiert. Die durchdachte Konstruktion und Zugänglichkeit durch integrierte Inspektionswege minimieren zudem den Unterhaltungsaufwand.

Weitere Infos: externer Link:  www.brueckenbaupreis.de

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