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Seestadt Bremerhaven
     
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Großer Bahnhof für die „Vision“: Luxusliner zum ersten Mal in Bremerhaven

13.09.2012

Kommt am 17. September zum ersten Mal nach Bremerhaven: der Kreuzliner „Vision of the Seas“, hier im norwegischen Geirangerfjord. Foto: Royal Caribbean International
Doppelte Premiere am Kreuzfahrtterminal: Zum ersten Mal läuft der Luxusliner „Vision of the Seas“ (78 340 BRZ) am Montag, 17. September, das Columbus Cruise Center an. Mit dem 279 Meter langen Schiff stellt sich zugleich auch die Reederei Royal Caribbean International (RC) vor, die in Bremerhaven bisher noch nicht vertreten war. Die „Vision“ wird mit einem großen Bahnhof willkommen geheißen. Wer bei der Begrüßung dabei sein will, muss allerdings früh aufstehen: Das schwimmende Hotel mit rund 2000 Passagieren an Bord macht gegen 7 Uhr an der Columbuskaje fest.

Das 1998 gebaute und 2010 modernisierte Schiff steuert die Wesermündung während einer siebentägigen Nordeuropa-Kreuzfahrt an. Sie beginnt am Freitag, 14. September, in Kopenhagen und führt über Oslo, Bremerhaven, Amsterdam, Zeebrügge (Belgien) und Le Havre (Frankreich) nach Southampton (Großbritannien). „An Bord werden überwiegend skandinavische Gäste sein“, so Veit Hürdler, Geschäftsführer des Columbus Cruise Centers (CCC).

Da am Montagmorgen auch die „Astor“ des deutschen Veranstalters Transocean mit rund 450 Passagieren am Kreuzfahrt-Terminal anlegt, herrscht an diesem Tag am Cruise Center Hochbetrieb. Doch die gleichzeitige Abfertigung zweier Kreuzliner ist nichts Ungewöhnliches für das erprobte Team des CCC, das der ersten Ankunft der „Vision of the Seas“ ebenso entgegenfiebert wie die BIS Bremerhaven-Touristik. Die organisiert für die Ankunft des Neulings ein Willkommensprogramm mit Schlepperfontänen, Stelzenläufern und maritimer Musik.

Die Passagiere der „Vision“ und auch der „Astor“, so BIS-Bereichsleiter Jochem Schöttler, erhalten ein Welcome-Set mit feiner Bremer Schokolade und Informationen über Bremerhaven. Und da ein Neuankömmling beim ersten Besuch im Hafen stets gebührend empfangen werden muss, macht Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken gemeinsam mit Häfensenator Martin Günthner auf der „Vision of the Seas“ seine Aufwartung und überreicht ein Stadtwappen.

„Für Bremerhaven ist diese Premiere ein positives Signal“, freut sich Geschäftsführer Hürdler. Denn in den vergangenen Jahren hatte er vergeblich darauf gehofft, mit Royal Caribbean ins Geschäft zu kommen. Die Manager des zweitgrößten internationalen Kreuzfahrtkonzerns, der auch Partner der TUI bei den beiden deutschen Kreuzlinern „Mein Schiff 1“ und „Mein Schiff 2“ ist, zeigten zwar Interesse am Angebot des Bremerhavener Terminals. Doch als es ernst wurde mit der Routenplanung, so Hürdler, hätten sie der Ostsee den Vorzug vor der Nordsee gegeben.

„Diese Haltung“, hat er festgestellt, „weicht langsam auf, zumal es in der Kreuzfahrtbranche große Beachtung gefunden hat, dass an unserer Kaje die beiden Neubauten der Papenburger Meyer-Werft termingerecht und reibungslos ausgerüstet worden sind.“ Auf diesem guten Ruf des CCC  mit seinem hohen Abfertigungsstandard will Hürdler aufbauen, wenn er im November nach Miami fliegt und die Manager von Royal Caribbean für weitere Luxusliner-Aufenthalte in den nächsten Jahren gewinnen will. Die sind für das Columbus Cruise Center auch deshalb so wichtig, weil Bremerhaven bei „Transitanläufen“ (Stationen während einer Kreuzfahrt) noch Nachholbedarf hat. Die meisten Kreuzfahrtschiffe laufen Bremerhaven bislang zum Beginn oder Ende einer Reise an.

Immerhin hat sich die Lage für das Columbus Cruise Center nach dem flauen Vorjahr wieder gebessert. 2012 wird es 50 Schiffsabfertigungen mit rund 58 000 Passagieren absolvieren, für 2013 sind bereits 53 Anläufe mit mehr als 70 000 Gästen gebucht, und für 2014 haben sich schon jetzt 28 Schiffe angemeldet.

Ob sich der Urlaubsriese Royal Caribbean weiterhin für Bremerhaven erwärmen wird, hängt allerdings nicht nur von der Leistungsfähigkeit des Cruise Centers ab. Eine maßgebliche Rolle bei der Frage, ob die Seestadt ins internationale Programm aufgenommen wird, spielt die Nutzung der Landausflüge. Der CCC-Chef: „Der Mix aus kürzeren und längeren Ausflügen während des Hafenaufenthalts ist für die Reedereien ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.“

Für die Passagiere der „Vision of the Seas“ gibt es daher neben Bustouren zu den Havenwelten und einem Besuch im Klimahaus organisierte Fahrten nach Bremen. Auch Hamburg soll künftig von Bremerhaven aus mehr als bisher als Tagesziel für Kreuzfahrtgäste auf dem Programm stehen. In den vergangenen Jahren litten die Ausflüge in die Hansestadt unter dem Umbau der Autobahn Bremen-Hamburg. Hürdler: „Das Ende ist jetzt endlich in Sicht.“   Wilfried Moritz

Die „Vision of the Seas“ in Zahlen

  • Länge: 279 m
  • Breite: 32 m
  • Tiefgang: 7,60 Meter
  • Bruttoraumzahl (BRZ): 78 340 t
  • Geschwindigkeit: 22 Knoten
  • Decks: 11
  • Passagiere: 2000
  • Inbetriebnahme: Mai 1998
  • Modernisierung: November 2010

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