Unter den weltweit operierenden Segelschulschiffen ist die als Vollschiff geriggte Fregatte „Amerigo Vespucci" zweifellos das in seiner Art bemerkenswerteste und ganz zweifellos auch prunkvollste Schulschiff. Es folgt italienischer Marinetradition, was sich auch am Namen erkennen lässt:
Der Florentiner Vespucci, dessen Büste als Galionsfigur das prunkvolle italienische Vollschiff ziert, unternahm von 1497 bis 1504 vier Entdeckungsreisen nach Südamerika. Seine genauen Beschreibungen der entdeckten Länder, die in ganz Europa verbreitet wurden, machten ihn so bekannt, dass man ihn für den eigentlichen Entdecker Amerikas hielt.
Nach ihm benannte auch die italienische Marine ihr Schulschiff, das seit seiner Indienststellung traditionell die Offiziersanwärter der Marinekameraden ausbildet. Zudem bietet die italienische Marine auch einen kleinen Teil der Plätze befreundeten Nationen der dritten Welt für ihre Ausbildung vor dem Mast an.
Bis zum Ende des 2. Weltkrieges besaßen die Italiener neben der „Amerigo Vespucci" auch noch das bereits 1928 gebaute Vollschiff „Christoforo Colombo", das jedoch als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben werden musste. Beide Schiffe wurden nach dem Vorbild der großen Fregatten des 19. Jahrhunderts gebaut. Dies wird besonders durch den hohen Freibord, die Heckgalerie und die weißen Pfortenbänder deutlich.
| Schiffsname : | Amerigo Vespucci | Länge : | 101,00 Meter |
| Art : | Vollschiff (Fregatte) | Breite : | 15,50 Meter |
| Nation : | ITA | Tiefgang : | 6,50 Meter |
| Eigner : | italienische Marine | Segelfläche : | 2100 m² |
| Heimathafen : | La Spezia | Besatzung : | 435 Personen |
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