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Aufgrund eines technischen Defektes des Fähranleger in Bremerhaven musste der Fährbetrieb der Weserfähre eingestellt werden. x
Seestadt Bremerhaven
     
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Sail Bremerhaven 2010

vom 25. - 29. August 2010


























Dem durchwachsenen Wetter zum Trotz ist die Sail Bremerhaven 2010 ein voller Erfolg geworden. „Wir haben an die großartige Sail 2005 angeschlossen, aber viel wichtiger als die Zahl der Besucher ist jedoch die schöne und entspannte Atmosphäre an allen fünf Tagen", sagte der Vorsitzende des Organisationskomitees, Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken. Mit mehr als 240 Schiffen und mehr als 100 einzelnen Programmpunkten an Land und auf dem Wasser gilt die fünftägige Veranstaltung als größtes deutsches Windjammer-Festival dieser Saison.

Die Faszination, die alte Segelschiffe auf Küstenbewohner und Binnenländler gleichermaßen ausüben, hat sich in Bremerhaven als zugkräftiger Besuchermagnet erwiesen. Seit dem Sail-in als Auftakt des Seglerfestes am vergangenen Mittwoch registrierten die Veranstalter einen durchgängig hohen Besucherstrom auf dem Festgelände rund um den Alten und Neuen Hafen. „Unsere Marketingstrategien sind aufgegangen; die kleine Windjammerparade bei idealen Windverhältnissen hat die Entscheidung bestätigt, gleich mit einem Highlight zu starten", sagte der Chef des Organisationsbüros, Heino Tietjen.

Viele Indizien sprechen dafür, dass die Sail 2010 mindestens die gleiche Besucherzahl wie die vorherige Großveranstaltung vor fünf Jahren und damit die erwarteten eine Million Menschen erreichte. Sowohl im Park-and-Ride-Verkehr aus dem Fischereihafen (mehr als 50 000 Fahrgäste) als auch auf der Weserfähre (mehr als 25 000 Passagiere) wurden mehr Nutzer gezählt als vor fünf Jahren. Zeitweise staute sich der Anreiseverkehr auf der Autobahn bis zur Anschlussstelle Stotel; um den Besucherstrom aus den Sonderzügen der Deutschen Bahn aufzunehmen, musste BremerhavenBus zeitweise zusätzliche Sonderverkehre zum Bahnhof und zurück einrichten. „Obwohl uns insgesamt mehr Platz zur Verfügung stand, herrschte zu den Spitzenzeiten am Freitag und Samstag noch mehr Gedränge als beim vergangenen Mal", beschreibt Tietjen das Geschehen auf dem Festgelände.

Herausragend war für Artur Beneken die absolut entspannte Atmosphäre rund um die Windjammer im Alten und Neuen Hafen. „Die Sail hat erneut ihren guten Ruf als Fest für die ganze Familie bestätigt", betonte der Vorsitzende des Organisationskomitees. Auffallend hoch war der Anteil der Besucher, die eigens für die Sail auch über weite Strecken nach Bremerhaven gekommen waren. Selbst die teilweise kräftigen Regenschauer konnten die Begeisterung der Besucher für die alten und neuen Segelschiffe nicht abkühlen.

In den Abendstunden verwandelte sich die Festmeile rund um den Alten und Neuen Hafen in eine riesige Freiluftparty mit zehntausenden Feierfreudigen. Auch hier kennzeichnete eine friedlich-fröhliche Atmosphäre das Geschehen. Die Polizei musste zwar einer geringen Zahl von angeheiterten Gästen zu neuer Orientierung verhelfen; aber an keinem der fünf Festtage kam es zu nennenswerten Zwischenfällen. Für die Sail gibt es ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept, das aus nahezu 25 Jahren Veranstaltungserfahrung seit dem ersten Windjammertreffen 1986 beruht. Mehr als 110 Feuerwehrleute und Rettungssanitäter, 90 Helfer des Technischen Hilfswerks (THW), ähnlich viele Kräfte von DLRG und Deutschem Roten Kreuz sowie rund 250 Polizisten aus allen fünf Küstenländern waren nahezu rund um die Uhr im Einsatz. Schwerere Zwischenfälle oder Unfälle wurden nicht registriert.

Optisches Highlight der Veranstaltung war neben dem Sail-in am Mittwoch das Höhenfeuerwerk am Samstagabend. Obwohl bis eine Minute vor dem Start der ersten Rakete heftiger Regen niederprasselte, verfolgten über 10 000 Menschen auf dem Deich das farbenprächtige Schauspiel.

Mit ebenso bunten Kostümen und bühnenreifen Musikeinlagen eroberte die Besatzung der indonesischen Barkentine Kri Dewaruci die Herzen der Besucher. Für das Schiff mit der weitesten Anreise zur Sail war es der Abschiedsbesuch in Deutschland: Das 1953 in  Hamburg gebaute Schiff wird außer Dienst gestellt und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Jeden Abend feierten die 144 Besatzungsmitglieder mit ihrem Bordorchester auf und vor dem Schiff fröhliche Partys, zu denen sie auch die Sail-Besucher einluden. Mit dem Orchester an Deck und der Mannschaft in den Rahen verabschiedeten sich die Indonesier am frühen Mittag von Bremerhaven.

„Diese kleinen und großen menschlichen Begegnungen sind typisch für die Sail und machen die Bremerhavener Veranstaltung so liebenswert", ist Beneken überzeugt. Mit dem großen Seglerfest präsentierte sich die Stadt erstmals in ihrem neuen Gewand: Rund um den Alten und Neuen Hafen sind in den vergangenen Jahren die Havenwelten Bremerhaven entstanden, zu denen die Touristenmagneten wie das Klimahaus, das Deutsche Auswandererhaus, der Zoo am Meer und das Deutsche Schiffahrtsmuseum gehören.

Das Windjammertreffen war die achte Veranstaltung dieser Art in Bremerhaven seit der Premiere 1986. Die nächste Sail ist für 2015 geplant. Die Einladungen dazu wurden den Schiffsbesatzungen am Sonntagnachmittag übergeben.























Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/meer-erleben/sail-bremerhaven/sail-2010/
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