Die Hafengesellschaft bremenports hat eine positive Bilanz für das Jahr 2009 gezogen. Die Gesellschaft mit ihren rund 400 Beschäftigten habe ihre Effizienz weiter erhöht und es als kundenorientierter Dienstleister der maritimen Wirtschaft gleichzeitig verstanden, sorgsam mit den knappen öffentlichen Mitteln umzugehen. Mit weniger Mitarbeitern habe man mehr Aufgaben wahrgenommen, sagte Woltering. Als Beispiel nannte er as Großprojekt Kaiserschleuse und die Erweiterung der Hafen-Infrastruktur durch den neuen Container-Terminal.
Im Bereich Hafenbau konzentriere sich bremenports jetzt auf die Fertigstellung der neuen Kaiserschleuse, sagte Geschäftsführer Dr. Stefan Woltering. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Terminplan gehalten und die Anlage Ende 2010 in Betrieb genommen werde. Außerdem zeichne sich ab, dass der Gesamtkostenrahmen von rund 230 Millionen Euro für Deutschlands derzeit größten Schleusenbau eingehalten werden könne. Mit einer Länge von 305 Metern und einer Durchfahrtsbreite von 55 Metern werde die neue Schleuse die Anforderungen der Schifffahrt viele Jahrzehnte erfüllen. Woltering: „Der Überseehafen Bremerhaven wird von dieser Investition bei der anstehenden Belebung von Seeverkehr und Umschlag massiv profitieren."
Woltering ging auch auf die zunehmende Bedeutung ökologischer Fragen für Seeschifffahrt und Häfen ein. Das Jahr 2009 habe bei bremenports ganz im Zeichen der maritimen Umwelt gestanden, sagte der Geschäftsführer. Im September hatte die Hafengesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Senator für Wirtschaft und Häfen eine „greenports"-Broschüre vorgelegt. Auf 100 Seiten dokumentiert die Veröffentlichung die ökologischen Aktivitäten, die das Handeln von maritimer Wirtschaft und Hafen-Management im Land Bremen schon heute bestimmen - von der energiesparenden Technik auf dem Container-Terminal über die Arbeit der Umweltbeauftragten bei Logistikunternehmen und vom anspruchsvollen ökologischen Ausgleich für Hafenbauprojekte bis zum Ökostrom vom Dach der neuen Bremerhavener bremenports-Werkstatt.
Mit ihrer „greenports"-Strategie sind die bremischen Häfen nach Wolterings Worten führend in Europa. Informationen zu diesem Thema gibt es auf einer neuen Website, die vor wenigen Tagen freigeschaltet wurde (www.greenports.de). Dort kann man auch die „greenports"-Broschüre herunterladen.
Bildergalerie zum Beitrag
Wühlen im Schlick: Große Bagger heben den Boden in der neuen Schleusenkammer aus
Riesige Torkammer: Vor den meterhohen Wänden sehen die Betonarbeiter winzig aus
Deutschlands größte Wasserbaustelle: Ende 2010 soll das erste Schiff die Kaiserschleuse passieren
Ich finde es wunderbar, dass ab Ende 2010 die Kaiserschleuse wieder geöffnet wird. Super, dass bei einer Baustelle die Kosten eingehalten werden können.