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Seestadt Bremerhaven
     
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Radiologie in Reinkenheide erhält neuen 6-Zeilen-Computertomographen

24.01.2011

Umfassende Modernisierung für knapp 6 Millionen Euro fasst abgeschlossen

Vor Kurzem wurde ein neuer Computertomograph (CT) in der Radiologie des Klinikums Bremerhaven-Reinkenheide installiert. Es handelt sich um einen 6-Zeilen-Computertomographen der Firma Siemens. Der SOMATOM Emotion ist ein moderner Ganzkörper-Computertomograph, ausgelegt für eine optimale Bildqualität bei niedrigstmöglicher Strahlenbelastung für die Patienten. Das Gerät ermöglicht einen schnellen und intuitiven Arbeitsablauf für alle CT-gestützten Interventionen, wie z.B. Drainagen, der Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) oder Schmerztherapien und Tumorbehandlungen (Tumorablationen).

Neben der verbesserten Bildqualität, wodurch Untersuchungen zielgerichteter vorgenommen werden können, profitieren die Patienten von den kürzeren Untersuchungszeiten. Der generierte Zeitgewinn kann in erster Linie Schwerstverletzten zu gute kommen. Alle Bilder der Radiologie sind über das vorhandene PACS (ein System zur Archivierung und Kommunikation von Röntgenbildern) an jedem Arztarbeitsplatz im Klinikum und in den Operationssälen abrufbar. Die Navigationssysteme für Gehirn- und Wirbelsäuleneingriffe in den Operationssälen greifen unmittelbar auf die Radiologie-Daten zurück. Beides erhöht die Sicherheit und die Prozessqualität für den Patienten. Selbstverständlich können die Patienten bei Bedarf ihre Bilddaten auch auf CD für nachfolgende Behandlungen mitbekommen.

Die Installation erfolgt im Rahmen eines Großauftrages, der Anfang 2009 erteilt wurde und für knapp 6 Millionen Euro die Modernisierung des Zentralinstituts für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin umfasst. Im Rahmen einer ersten Teilbeschaffung wurden bereits 2009 ein 3 Tes-la-Magnetresonanztomograph (MRT), ein 64-Zeilen-CT, das SPECT-CT und ein weiteres Röntgengerät ersetzt. Es folgt im dritten Beschaffungsschritt nun noch in 2011 der Ersatz der alten Digitalen Subtraktionsangiographie (DSA) durch eine moderne 2-Ebenen-Anlage, der Ersatz des Durchleuchtungssystems und eines weiteren Röntgengerätes.

 

Erläuterungen:

Computertomograph (CT)
Die Computertomographie ist eine spezielle Art von Röntgenuntersuchung bei der Schnittbilder des Körpers angefertigt werden. Sie ist insbesondere bei der schnellen Abklärung schwerverletzter Unfallpatienten wichtig. Weitere Einsatzgebiete sind die Untersuchung von Gehirn, Hals, Lunge und Bauchraum. Aber auch das Muskel- und Skelettsystem können erfasst werden.

3 Tesla-Magnetresonanztomograph (MRT)
Die auch als Kernspintomographie bezeichnete Methode erzeugt ähnliche Bilder wie die Compu-tertomographie, benutzt aber anstelle von Röntgenstrahlen Magnetfelder zur Erstellung von Schnittbildern. Die Kontrastdarstellung insbesondere von Weichteilstrukturen gelingt hierbei besser als mit jeder anderen Methode. Im Gegensatz zur Computertomographie ist die Schichtrichtung der Bilder frei wählbar. Aufgrund des starken Magnetfeldes können Träger von Herzschrittmachern jedoch nicht untersucht werden.

Diagnostische Nuklearmedizin
In der Nuklearmedizin werden mit Hilfe von radioaktiven Signalelementen Stoffwechselwege und –funktionen im Körper verfolgt und bildlich dargestellt. Die für einen Mediziner aussagekräftigsten Aufnahmen von den Funktionen – z. B. eines bestimmten Organs – liefert hierbei der SPECT-CT. Die gegebene Menge an Signalelementen ist so gering, dass die Strahlenbelastung bei diesen Un-tersuchungen gering bleibt.

Digitale Subtraktionsangiographie (DSA)
Unter Angiographie versteht man die Darstellung von arteriellen Gefäßen durch den Einsatz von Kathetern und Kontrastmitteln. Sie wird zur Diagnostik und Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) oder der Abklärung von abnormalen Gefäßerweiterungen benutzt. Sie ermöglicht auch gezielte Blutentnahmen aus genau bestimmten Blutgefäßen zur Lokalisierung von Krankheitsprozessen und gezielte Embolisationen (Verschluss von tumorversorgenden Arterien) in der Tumortherapie.
In Ergänzung, Kombination oder auch als Alternative zu einer Gefäßoperation insbesondere bei Patienten mit gleichzeitig bestehender eingeschränkter Operationsfähigkeit – z. B. durch Herzer-krankungen – können hier auch therapeutische Eingriffe vorgenommen werden. Durch Katheter-methoden werden so Einengungen oder Verschlüsse an Gefäßen, aber auch ein gefährliches rup-turgefährdetes Aortenaneurysma oder ein Aneurysma an einer Hirnarterie, das zu einer lebensge-fährlichen Hirnblutung führen kann, behandelt.

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sebastian.dost at klinikum-bremerhaven.de
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