Stadtteil- und Straßenfeste, neue Sitzbänke in Grünanlagen, Generationentreffen, Kultur- und Ferienaktionen, historische Hinweisschilder – mehr als 500 Vorhaben wurden in den vergangenen drei Jahren mit den WIN-Mitteln verwirklicht. „Ohne die Gelder aus dem kommunalen Förderprogramm“, so OB Grantz, „wären viele dieser schönen und wichtigen Nachbarschaftsprojekte nicht möglich gewesen.“
Das Besondere an „Wohnen in Nachbarschaften“: Die Bewohnerinnen und Bewohner aus den Stadtteilen können selbst darüber mitentscheiden, wie die 450.000 Euro aus dem WIN-Topf verwendet werden. Dafür wurde die Seestadt in vier Bezirke – je zwei nördlich und südlich der Geeste – aufgeteilt. In jedem von ihnen werden in öffentlichen Bürgerversammlungen Ausschüsse mit bis zu 15 Mitgliedern gewählt, die über die Projektanträge befinden und die Fördergelder vergeben – pro Bezirk 112 500 Euro. Für die Organisation des Programms ist das Arbeitsförderungs-Zentrum (afz) zuständig, für die Bewilligung und Abrechnung der Mittel das Amt für kommunale Arbeitsmarktpolitik des Magistrats. Als Eigenanteil müssen die Antragsteller für ihre Projekte fünf Prozent beisteuern.
Für den vierten WIN-Durchgang konnten in diesem Jahr wieder einzelne Bürgerinnen und Bürger, Arbeitsgemeinschaften, Selbsthilfegruppen, Vereine oder lokale Initiativen ihre Anträge einreichen. Aus den vier Bezirken gingen 99 Projektvorschläge bei der zuständigen afz-Mitarbeiterin Martina Gaida ein. Davon bewilligten die Vergabeausschüsse in einer ersten Runde 80 Anträge für insgesamt 249 000 Euro.
Die restlichen 201 000 Euro bleiben im WIN-Topf und werden in einer zweiten Runde vergeben. Für die können sich Antragsteller bis zum 14. Oktober beim afz bewerben. Danach treten wieder die Ausschüsse in den vier Bezirken in Aktion und entscheiden über die Vergabe. Martina Gaida: „Dabei erhalten auch Antragsteller eine neue Chance, die in der ersten Runde leer ausgegangen sind.“
Von den 80 Anträgen, die bereits das Rennen machten, ist ein Teil bereits zügig umgesetzt worden. So wurden Finanzspritzen für Sommerfeste und Ferienprogramme bewilligt, und die Industriesiedlung im Süden der Stadt konnte mit Hilfe von WIN in diesem Monat ihr 75-jähriges Jubiläum feiern. Neben zahlreichen kleinen Vorhaben, so afz-Mitarbeiterin Gaida, gaben die Ausschüsse auch grünes Licht für größere Stadtteilprojekte:
„Für solche Projekte“, versichert der zuständige Sozialstadtrat Klaus Rosche, „sind die Steuergelder gut angelegt. Denn damit wird das Ziel von WIN optimal erfüllt: die Förderung von Bürgerengagement und die Verbesserung des Zusammenlebens in den Stadtteilen.“ Wilfried Moritz
Weitere Informationen:
Vorschriften_und Veröffentlichungen
Übersicht über die bereits vergebenen Projekte 2012:
www.afznet.de/files/aufstellung_bewilligter_projekte_1_vg-runde_2012.pdf (pdf-Datei)
Originaladresse des Artikels: http://www.bremerhaven.de/meer-erleben/buerger-haus/erfolgsgeschichte-win-buerger-bestimmen-projekte-fuer-eine-lebenswerte.52192.html
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