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Seestadt Bremerhaven
     
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Erfolgsgeschichte WIN: Bürger bestimmen Projekte für eine lebenswerte Stadt

28.08.2012

Mit Fördergeldern des Programms „Wohnen in Nachbarschaften“ auf die Beine gestellt: Straßenfest in der Goethestraße
Der Name der Aktion könnte treffender nicht sein: „WIN“ steht für „Wohnen in Nachbarschaften“ – und bedeutet auf Englisch „gewinnen“. Gewinner von WIN sind die Bremerhavenerinnen und Bremerhavener. Für die hat der Magistrat vor drei Jahren das gleichnamige städtische Förderprogramm gestartet, das mit größeren und kleineren Projekten die Stadtteile voranbringen soll. „WIN ist eine Erfolgsgeschichte“, freut sich Oberbürgermeister Melf Grantz. In diesem Jahr läuft die vierte Auflage des Programms, bei der wieder Finanzspritzen von insgesamt 450 000 Euro lockergemacht werden.

Stadtteil- und Straßenfeste, neue Sitzbänke in Grünanlagen, Generationentreffen, Kultur- und Ferienaktionen, historische Hinweisschilder – mehr als 500 Vorhaben wurden in den vergangenen drei Jahren mit den WIN-Mitteln verwirklicht. „Ohne die Gelder aus dem kommunalen Förderprogramm“, so OB Grantz, „wären viele dieser schönen und wichtigen Nachbarschaftsprojekte nicht möglich gewesen.“

Das Besondere an „Wohnen in Nachbarschaften“: Die Bewohnerinnen und Bewohner aus den Stadtteilen können selbst darüber mitentscheiden, wie die 450.000 Euro aus dem WIN-Topf verwendet werden. Dafür wurde die Seestadt in vier Bezirke – je zwei nördlich und südlich der Geeste – aufgeteilt. In jedem von ihnen werden in öffentlichen Bürgerversammlungen Ausschüsse mit bis zu 15 Mitgliedern gewählt, die über die Projektanträge befinden und die Fördergelder vergeben – pro Bezirk 112 500 Euro. Für die Organisation des Programms ist das Arbeitsförderungs-Zentrum (afz) zuständig, für die Bewilligung und Abrechnung der Mittel das Amt für kommunale Arbeitsmarktpolitik des Magistrats. Als Eigenanteil müssen die Antragsteller für ihre Projekte fünf Prozent beisteuern.

Für den vierten WIN-Durchgang konnten in diesem Jahr wieder einzelne Bürgerinnen und Bürger, Arbeitsgemeinschaften, Selbsthilfegruppen, Vereine oder lokale Initiativen ihre Anträge einreichen. Aus den vier Bezirken gingen 99 Projektvorschläge bei der zuständigen afz-Mitarbeiterin Martina Gaida ein. Davon bewilligten die Vergabeausschüsse in einer ersten Runde 80 Anträge für insgesamt 249 000 Euro.

Die restlichen 201 000 Euro bleiben im WIN-Topf und werden in einer zweiten Runde vergeben. Für die können sich Antragsteller bis zum 14. Oktober beim afz bewerben. Danach treten wieder die Ausschüsse in den vier Bezirken in Aktion und entscheiden über die Vergabe. Martina Gaida: „Dabei erhalten auch Antragsteller eine neue Chance, die in der ersten Runde leer ausgegangen sind.“

Von den 80 Anträgen, die bereits das Rennen machten, ist ein Teil bereits zügig umgesetzt worden. So wurden Finanzspritzen für Sommerfeste und Ferienprogramme bewilligt, und die Industriesiedlung im Süden der Stadt konnte mit Hilfe von WIN in diesem Monat ihr 75-jähriges Jubiläum feiern. Neben zahlreichen kleinen Vorhaben, so afz-Mitarbeiterin Gaida, gaben die Ausschüsse auch grünes Licht für größere Stadtteilprojekte:

  • Im WIN-Bezirk 1 (Weddewarden, Speckenbüttel, Eckernfeld, Schierholz, Leherheide-West, Königsheide, Fehrmoor) erweitert die Elterninitiative „BMX für Bremerhaven“ die öffentliche BMX-Anlage im Speckenbütteler Park in eigener Regie um eine Bahn. Der Sportverein SFL erhielt Fördergelder für die Anschaffung einer Soccer-Arena samt Transportanhänger. Martina Gaida: „Beides steht auch anderen Interessenten zur Verfügung – wie überhaupt Materialanschaffungen aus WIN-Mitteln nach entsprechender Absprache ausgeliehen werden können.“
  • Im WIN-Bezirk 2 (Buschkämpen, Klushof, Twischkamp, Goethestraße3, Mitte-Nord und -Süd) kann die Schiffahrtsgeschichtliche Gesellschaft den Wasserstandsanzeiger im Weserstrandbad wieder aufstellen. Der Verein KulTurbo plant mit Unterstützung des WIN-Programms die Leher Krimitage.
  • Im WIN-Bezirk 3 (Geestemünde-Nord, Geestendorf, Bürgerpark, Schiffdorferdamm, Fischereihafen) beantragte der Kanu-Verein Unterweser erfolgreich einen Zuschuss für den Kauf eines Outrigger-Kanus. Ebenfalls bewilligt: der Antrag des Fördervereins der Humboldtschule, den Schulhof durch Spielgeräte und Umbauten des Außengeländes zur Georg-Seebeck-Straße zu öffnen.
  • Im WIN-Bezirk 4 (Geestemünde-Süd, Grünhöfe, Surheide, Dreibergen, Wulsdorf-Jedutenberg) fand die von einem Wulsdorfer gestartete Aktion „Wir gegen Hundekot“ den Beifall des Vergabeausschusses. Die Gruppe will im Stadtteil vier Hundetoiletten aufstellen und sich gemeinsam mit dem Gartenbauamt um deren Unterhaltung kümmern. Die Stadtteilkonferenz Wulsdorf bekommt Geld für eine Station des Denk-Sport-Spielparcours in der Zingelke.

„Für solche Projekte“, versichert der zuständige Sozialstadtrat Klaus Rosche, „sind die Steuergelder gut angelegt. Denn damit wird das Ziel von WIN optimal erfüllt: die Förderung von Bürgerengagement und die Verbesserung des Zusammenlebens in den Stadtteilen.“ Wilfried Moritz

 

Weitere Informationen:

externer Link:  www.bremerhaven.de/

Vorschriften_und Veröffentlichungen

externer Link:  www.afznet.de/

 

Übersicht über die bereits vergebenen Projekte 2012:

externer Link:  www.afznet.de/files/aufstellung_bewilligter_projekte_1_vg-runde_2012.pdf (pdf-Datei)

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