Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus und der Mensa geht die ISL einen weiteren Schritt in Richtung einer Modellschule für den Stadtteil Lehe und einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung des Leitmotivs der Schule: „Wir lernen nur dann gut, wenn wir uns wohl fühlen". Dass die Schulräume, in denen Schülerinnen und Schüler sich aufhalten, ihr Lernen beeinflussen, ist keine neue Erkenntnis und wurde hier umgesetzt.
Warum wurden die Baumaßnahmen erforderlich?Gerade eine Ganztagsschule wie die Integrierte Stadtteilschule hat besondere räumliche Erfordernisse, damit Kinder unter optimalen Bedingungen lernen können. Wenn sich Schülerinnen in einer Alterspanne zwischen 10 und 16 oder 17 Jahren während des ganzen Tages in der Schule aufhalten sollen, dann müssen die Räumlichkeiten vielfältigen Bedürfnissen gerecht werden. Da ist die Mensa, in der die Einweihung stattfindet, ein sehr wichtiger Ort aber nur einer von vielen nötigen Bausteinen für eine funktionsfähige Schule.
Welche pädagogischen Ideen werden an der ISL verwirklicht?
Wenn, wie in der ISL, ein starker Zusammenhalt im Klassenverband erwünscht ist, erkennbar am von der Grundschule übernommenen Klassenlehrerprinzip und der Idee, individuelles Lernen auf unterschiedlichen Niveaustufen innerhalb der Klassengemeinschaft zu ermöglichen, anstatt Kinder am oberen und unteren Rand auszusortieren, dann wird die Bedeutung einer geeigneten räumlichen Umgebung noch deutlicher: Schule ist einerseits Lernort, andererseits aber auch Lebensort, und am besten beides zur selben Zeit.
Deshalb war es unabdingbar, die pädagogischen Herausforderung, der sich das Kollegium der ISL stellt, durch ein zeitgemäßes Raumkonzept zu begleiten und dem ehrwürdigen Gebäude der ehemaligen Lessingschule einen Gebäudetrakt gewissermaßen „zur Seite" zu stellen, in dem insgesamt 12 Klassenverbände ihr Zuhause finden werden.
Ist der Umbau der ISL bereits vollendet?
Auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss des Umbaus ist die Einweihung des Neubaus und dieser Mensa nur ein Etappenziel, allerdings ein wichtiges und hoffnungsvolles. Erstmals tritt die neue Schule sichtbar in Erscheinung, sie ist begehbar, sie wird mit Leben erfüllt und bekommt ein Gesicht, eine Identität - und im nächsten Jahr hoffentlich auch einen neuen Namen. Bis dahin folgen die weiteren Etappen. Zunächst die Sanierung und Umgestaltung des Altbaus, in dem weitere sechs Klassenräume, Arbeitsräume für die Lehrerinnen und Lehrer und das sozialpädagogische Team, die Verwaltung sowie Fach- und Gruppenräume eingerichtet werden. Darauf folgt die Neugestaltung des Schulhofes.
Was hat die Baumaßnahme gekostet?
die notwendigen Entscheidungen für die Errichtung der neuen Schule wurden am Ende des Jahres 2007 in sehr kurzer Zeit getroffen.
Dieses war damals aber nicht nur eine zeitliche Belastung und Anstrengung im Schulamt und bei Seestadt Immobilien, es war und ist vor allem auch eine finanzielle Belastung und deshalb will ich an dieser Stelle auch noch einmal den politischen Entscheidungsträgern und Gremien danken, dass sie die finanziellen Dinge, immerhin geht es hier allein bei der Baumaßnahme um 7,6 Mio. Euro, so schnell und positiv geregelt haben.