Matjes, Musik und brütende Hitze: Hafenspektakel lockt knapp 50 000 Besucher ins Schaufenster
12.07.2010
Hells Balls, MerQury und Matjes, so hießen die drei Gewinner des diesjährigen Hafenspektakels und der Bremerhavener Matjestage. Die 19. Geburtstagsparty im Schaufenster Bremerhaven zog wie in jedem Jahr Tausende von Besucher an die Kajen des Fischereihafens I. Die Hitze sorgte für einen großartigen Getränkeabsatz, und die Matjesverkaufszahlen wurden, im Vergleich zum Vorjahr, noch einmal gesteigert.
Deutlich mehr Zuschauer als erwartet kamen zum Konzert der AC/DC-Tributeband „Hells Balls". Gefühlte 3000 Gäste rockten zu den Hymnen und eingängigen Gitarrenriffs der Bremer Hardrocker. Neben den obligatorischen Motorradfreunden, die dem Hörgenuss in erheblicher Zahl frönten, gab es ein komplett durchwachsenes Publikum. Sowohl das schöne Wetter als auch die Band lockten viele Fans mit Kind und Kegel zum Platz vor dem Oberfeuer.
Mit „MerQury" stand die renommierteste „Queen"-Tribute-Shows Europas auf der Bühne im Fischereihafen. Von „The show must go on", über „We will rock you" bis hin zu „A kind of magic" blieb bei diesem kraftvollen Feuerwerk der Hymnen keine einzige Rakete ungezündet. Die Gruppe um den kanadischen Sänger Johnny Zatylny sorgte für einen neuen Besucherrekord am Freitag. Weit über 5000 Queen Fans hatten sich vor der Bühne und an der Hafenterrasse versammelt, um diesen musikalischen Leckerbissen zu genießen.
Ein wahrer Leckerbissen waren auch die jungfräulichen und frisch filetierten Matjesheringe, die bei den Bremerhavener Matjestagen natürlich wieder die Hauptrolle spielten. Die hohen Temperaturen konnten dem Ansturm auf die zarten Filets keinen Abbruch leisten. Zwischendurch musste sogar noch frische Ware aus Groningen nachgeholt werden, um den Bedarf zu decken. Zum Schluss waren die Matjeskarren restlos leergefegt.
Die Übertragungen der Fußball-WM beim Public Viewing im Fischereihafen wurden an beiden Tagen gut besucht. Über 1000 Fans sahen den Sieg der deutschen Mannschaft um Platz drei. Rund die Hälfte fieberte am Endspielabend bei Sangria und Matjesbrötchen mit den Niederlanden oder Spanien um den Weltpokal.
Der Veranstalter machte alles in allem ein fröhliches Gesicht: Zwischen 40.000 und 50.000 Besucher lockte das Hafenspektakel an, dem Karlheinz Michen vom Veranstaltungsbüro Schaufenster Fischereihafen alles in allem eine gute 3+ gab. Eis, Matjes, Musik und kalte Getränke waren in diesem Jahr auf jeden Fall die absoluten Renner. Marco Butzkus
Bildergalerie zum Beitrag

Große Posen und kraftvolle Stimme: Johnny Zatylny in seinem Element

Gewaltiger Basslauf, der Bassist von MerQury ganz in seinem Element

Wunderkerzen tauchen das Konzert in ein funkelndes Meer

Besucher des Hafenspektakel verweilen ein wenig auf einer Bank

Auf die Hörner genommen: Capt'n Bley von der AC/DC Tribute-Band Hells Balls

In Kombination mit dem rötlichen Bühnenlicht ist die Stimmung fast greifbar

Rocksalven wie Geschosse: Kaminski, Zatylna und Gitarrist Engelmann an ihren "Waffen"

Kann auch freundlich gucken: KlitoSG von Hells Balls

Erstaunliche Erscheinung: Johnny Zatylny der Sänger der Band MerQury

Quetscht die höchsten Töne aus sich heraus: Capt'n Bley von Hells Balls

Abendstimmung im Fischereihafen unterm Oberfeuer

Johnny Zatylny in unverkennbarer Mercury Pose

Auch gefühlvoll an der Akustikgitarre, ist Thomas Engelmann ein Virtuose

Animierte das Publikum sehr deutlich zum mitsingen: Johnny Zatylny

"We will rock you": MerQury Bassist Kaminski und Mercury-Double Zatylny

Angus Young als Vorbild: KlitoSG der AC/DC Coverband Hells Balls

Auch leise und sanft macht der MerQury Frontmann ein gute Figur

Der Gitarrist der aus dem Nebel kam: Thomas Engelmann an seiner Gibson-Gitarre

Feuerzeuggas freundliche Variante um Balladenstimmung zu verbreiten

Der Griff nach der Krone: "We are the champions"

Feuer und Flamme: Merqury wissen sich zu inszenieren

"Grande Finale" zum Schluss holen MerQury Kinder aus dem Publikum auf die Bühne

Optisch wie stimmlich verdammt nah am Original: Johnny Zatylny

Auf Tuchfühlung mit den jüngsten Fans: Kraftpaket Capt'n Bley von Hells Balls

"The Show WILL go on": Der MerQury Sänger ist gefühl- und kraftvoll zu gleich

Auch die melancholischen Momente erinnern sehr an das Original: Johnny Zatylny

Musik ist ein verbindendes Element: Gastmusiker beim Finale auf der Bühne

Haare schütteln auf harten Rhythmen: Headbanger geben alles