Die Landes- und Grundlagenvermessung liefert die Basis für alle raumbezogenen Informationssysteme. Hierfür werden Bezugspunkte für Lage, Höhe und Schwere bereitgestellt.
Lage Die genaue Lage eines Punktes auf der Erdoberfläche wird durch ein Koordinatenpaar (z.B. Rechts- und Hochwert) und durch die Höhe über dem mittleren Wasserspiegel (Normal-Null) beschrieben. Unsere Lagefestpunkte bilden die geodätische Grundlage für Liegenschaftsvermessungen, die topographischen Karten und für technische und wissenschaftliche Vermessungen.
Zur Zeit befinden wir uns im Umbruch hin zu einem satellitengestützten Ortungsverfahren. Das bisherige Netz der Trigonometrischen Punkte wird bis auf wenige Sicherungspunkte deutlich reduziert werden. Neue, sog. GPS-Referenzstationen, die ständig Messungen durchführen, stellen über GPS-Satelliten die Verbindung zum weltweiten Bezugssystem her.
Der SAPOS®-Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung stellt das amtliche Bezugssystem flächendeckend für unterschiedliche Zwecke mit modernster Technik bereit. Je nach Bedarf können die Koordinaten im Meter-, Dezimeter-, Zentimeter- und sogar Millimeterbereich angeboten werden.
Höhe Bei schlechtem Untergrund und geringen Höhenunterschieden gewinnt die Höhenlage, insbesondere von Bauwerken, eine besondere Bedeutung. Als Anschlusspunkte bei Baumaßnahmen, für Katastrophenschutz (Höhe der Deiche), Kanalkataster und Geländemodelle pflegen wir rd. 500 Höhenfestpunkte. Sie werden regelmäßig auf Veränderung (Setzung) überprüft.
Schwere Bei der Bestimmung von genauen Höhen müssen Korrektionen angebracht werden, die den Einfluss der Schwerkraft berücksichtigen. Die Schwerebeschleunigung wird mit Hilfe von Gravimetern mit hoher Genauigkeit bestimmt. Das Deutsche Hauptschwerenetz hat eine Punktdichte von einem Punkt auf 6 km². |